Hunde und Katzen sind unsere treuen Begleiter und gesellige Mitbewohner. Sie haben ihr Revier in der ganzen Wohnung oder sogar dem ganzen Haus. Hund auf dem Sofa? Katze im Bett? Man kann Hunde gut erziehen und ihnen klar machen was sie dürfen und was nicht. Das kann man zwar bei Katzen auch versuchen, in den meisten Fällen funktioniert es jedoch nicht ganz so gut. Katzen sind einfach eigensinniger. Dennoch haben einige Tierbesitzer, besonders die Hundefreunde unter uns, immer wieder Probleme, ihrem Vierbeiner klarzumachen, dass er gewisse Dinge nicht darf. Ganz oben auf der Liste steht hierbei auch die "Hund auf dem Sofa"- Situation. Doch vielen anderen Tierliebhabern macht diese Angewohnheit der Vierbeiner auch gar nichts aus. Im Gegenteil, sie finden es toll, wenn ihr Hund im Bett oder die Katze auf dem Sofa zum Kuscheln auf sie wartet. Wir haben für Sie beide Seiten beleuchtet.

Franziska: Irgendwo muss es auch Grenzen geben

Ich denke es sollte gewisse Grenzen geben, was die Aufenthaltsorte für Vierbeiner angeht. Wenn man Hund oder der Katze erlaubt auf dem Sofa zu liegen, was macht man dann, wenn Gäste kommen, denen das vielleicht unangenehm ist oder man ganz einfach den gesamten Platz braucht? Oder wenn unter Freunden und Bekannten jemand Angst oder sogar eine Allergie hat? Ich finde es nicht so toll, wenn Hund und Katze nur mit Mühe davon abzuhalten sind, sich ihren Stammplatz auf dem Sofa zu erkämpfen. Viele Gäste, die nicht so tierverliebt sind, können schnell genervt von dem Vierbeiner sein, der die ganze Zeit Aufmerksamkeit fordert. Hat man Bello und Miezi erst einmal angewöhnt, dass sie auf das Sofa dürfen, ist es harte Arbeit sie dort wieder runterzukriegen! Das gleichte gilt für das Bett. Außerdem ist man dann noch andauernd damit beschäftigt, die ohnehin schon lästigen Tierhaare zu entfernen. Hund oder Katze im Bett gehen für meinen Geschmack dann wirklich zu weit. In der Nacht braucht man seine Ruhe und Erholung. Ich kenne es selbst von unserer Katze: Einmal falsch erzogen und erlaubt, dass sie ins Schlafzimmer darf, schon hat sie ihren Lieblingsplatz im Bett und lässt sich diesen auch nicht mehr streitig machen. Das führt dazu, dass ich mich nachts kaum bewegen kann und sogar aufwache, weil ich die Katze aus Versehen mit meinen Füßen aus dem Bett geworfen habe. Oder noch schlimmer: Milli findet es ganz toll, wenn die nackten Füße unter der Bettdecke rausgucken und sie damit so schön spielen kann. Unerholsamer Schlaf ist da vorprogrammiert! Auch morgens ist es nicht ganz so toll, wenn die Katze meint sie bräuchte jetzt dringend was zu essen und solange auf meinem Kopfkissen rumlatscht, bis ich endlich aufgebe und sie füttere! Natürlich ist das Schlafen im Bett für Vierbeiner auch nicht ganz ungefährlich, vor allem für Katzen und kleine Hunde. Eine Drehung reicht aus, um das Haustier in Gefahr zu bringen erdrückt zu werden! Für solche Fälle schläft es sich ruhiger mit einer Tierkrankenversicherung im Hinterkopf. Falls Ihrem Liebling doch einmal etwas zustößt, sei es beim Schlafen im Bett oder in anderen Situationen. Tiere gehören meiner Ansicht nach nicht ins Bett, sondern in ihr eigenes, bequemes Körbchen. Auch wenn ich sonst liebend gern zu jeder Zeit mit den Vierbeinern kuschel, das Schlafzimmer ist tabu. Hunde auf dem Sofa? Nein! Katzen im Bett? Nein!

Anna: Nähe zulassen und gut erziehen

Viele misstrauische Stimmen behaupten, dass ein erhöhter Liegeplatz für den Hund im Bett oder auf dem Sofa die Rangordnung beeinflusst. Um dem Hund klar zu machen wer der Rudelführer ist, solle man Hunde keinesfalls auf das Sofa oder ins Bett lassen. Ich denke das ist Quatsch. Wer seine Dominanz nur damit durchsetzt, dass er sein Haustier vom Sofa jagt, macht in der Erziehung etwas falsch. Jeder Hunde- und Katzenbesitzer muss für sich selbst entscheiden, ob er sein Tier auch mit ins Bett nehmen will oder ob er dort doch lieber allein sein möchte. Aber es gibt doch nichts Schöneres als abends gemeinsam auf dem Sofa zu liegen und zu schmusen. Bei gesunden und gut gepflegten Hauskatzen und -hunden spricht auch aus hygienischer Sicht nichts dagegen. Wer die Nähe zu seinem Tier mag, kann es also auch mit ins Bett nehmen. Um das Sofa oder Bett vor Sabberflecken und Haaren zu schützen, können Sie auch ein bestimmtes Plätzchen mit einer Decke auslegen und Ihrem Tier beibringen, dass es nur dort liegen darf. Solange Ihr Vierbeiner weiß, dass er auf dem Sofa oder im Bett nur zu Gast ist, ist das gar kein Problem. Am besten bringen Sie Ihrem Tier bei, dass es nur auf das Sofa oder ins Bett kommt, wenn Sie es dazu auffordern. Das ist leichter gesagt als getan, aber wer hat denn behauptet, dass die Erziehung ein Kinderspiel wäre?! Wer immer alles verbietet, macht es sich meiner Meinung nach zu einfach. Wichtiger ist doch, dass dem Tier bewusst ist, dass es Ihre Erlaubnis braucht. Problematisch wird es allerdings, wenn der Hund oder die Katze immer einen Platz auf dem Sofa beansprucht und diesen knurrend oder fauchend verteidigt. Es sollte ein Privileg bleiben und wenn Sie Hund oder Katze mal nicht dort haben wollen, weil zum Beispiel Besuch da ist, sollte Ihr Tier auf Kommando sofort vom Sofa verschwinden. Das alles kann man Hund und Katze aber beibringen und ist kein Grund es komplett zu verbieten. Sie können sich natürlich auch mit Ihrem Haustier zum Kuscheln auf den Fußboden legen, wenn Ihnen das besser gefällt. Aber wozu haben Sie dann ein Sofa?

Foto: © Halfpoint/fotolia.com

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