Kleine Hunde erobern die Herzen vieler Menschen im Sturm. Die Vierbeiner erfreuen mit ihrer Art schnell die ganze Umgebung. In diesem Artikel erfahren Sie, wann ein Hund als klein gilt, welche Vorteile kleine Hunde haben und welche kleinen Hunderassen es gibt.

Inhaltsverzeichnis:

Wann gilt ein Hund als klein?

Bis zu einer Widerristhöhe von 40 cm gelten ausgewachsene Hunde als klein. Das Gewicht beträgt dann meist zwischen 6 und 9 Kilogramm. Etwa 80 Hunderassen erfüllen dieses Kriterium. Sie sind im Durchschnitt nach 8 bis 10 Monaten ausgewachsen und erreichen durchschnittlich ein Alter von 11 bis 14 Jahren.

Einen Extremfall bildet die Chihuahua-Dame Miracle Milly. Sie gilt als kleinster Hund der Welt. Milly lebt in Puerto Rico und ist nur 9,65 Zentimeter groß.

Vorteile kleiner Hunde

Kleine Hunde bezaubern durch ihre Niedlichkeit und sind absolute Hingucker. Neben dem optischen Aspekt, gibt es noch weitere Gründe, die für kleine Hunderassen sprechen:

  • Sie sind für kleine Wohnungen besser geeignet, weil sie weniger Platz beanspruchen.
  • Sie lassen sich leichter die Treppe hochtragen oder mit dem Fahrrad transportieren.
  • Die Futterkosten sind geringer als bei großen Hunden.
  • Die Fellpflege geht schneller.

Der allgemeine Aufwand für die Hundehaltung ist allerdings nicht von der Größe abhängig. Auch kleine Hunde brauchen ausreichend Beschäftigung. Die wissbegierigen Vierbeiner sind oft sehr bewegungsfreudig und haben dann zum Beispiel großen Spaß an Hundesportarten. Beachten Sie deshalb: Auch kleine Hunde beanspruchen viel Zeit.

Auch kleine Hunderassen können krank werden. Regelmäßige Untersuchungen in der Tierarztpraxis können vorbeugen. Notwendige Operationen und Behandlungen sind oft kostspielig. Schützen Sie sich vor hohen Kosten und ermöglichen Sie daher Ihrem Liebling die bestmögliche Behandlung. Schließen Sie eine Tierkrankenversicherung ab, um die Gesundheit Ihres Vierbeiners abzusichern.

Unterschiede zwischen den kleinen Hunderassen

Die kleinen Vierbeiner unterscheiden sich teilweise in ihren Eigenschaften und sind daher jeweils für verschiedene Personengruppen besonders geeignet.

  • Gelehrige Hunde (Zwergpudel, Border Terrier) sind leicht zu trainieren und vollführen schon bald erstaunliche Kunststücke.
  • Hunde, die wenig haaren (Yorkshire Terrier, Zwergschnauzer) sind gut für Allergiker geeignet.
  • Kleine Hunde wie die Französische Bulldogge oder der Pekingese haben aufgrund ihrer körperlichen Gegebenheiten meist keine gute Kondition und sind eher gemütliche Artgenossen. Mehrere, kurze Spaziergänge reichen ihnen meist aus, sodass sie auch mit älteren Menschen gut zurechtkommen.
  • Sportler oder leidenschaftliche Spaziergänger wählen dagegen Hunde mit besonders viel Ausdauer wie den Beagle.

Kleine Hunderassen kurz vorgestellt

Es gibt zahlreiche Hunde, die die oben erwähnten Kriterien erfüllen. Einige von ihnen stellen wir nun kurz vor:

Beagle

Ursprünglich als Meutehund für die Treibjagd auf Feldhasen und Kaninchen gezüchtet, ist der kleine Wirbelwind ein schier unerschöpfliches Energiebündel.  Der kluge Hund agiert selbstständig und besticht dabei durch seine hohe Problemlösungskompetenz. Sein Jagdtrieb kommt immer wieder zum Vorschein und der treue Gefährte hat an vielen Familienaktivitäten großen Spaß. Der Arbeits- und Jagdhund eignet sich allerdings nicht für Anfänger, schließlich erfordert seine Erziehung Durchsetzungsvermögen und Erfahrung.

Probleme mit Artgenossen treten so gut wie nie auf. Schließlich blüht er in Gesellschaft richtig auf und zeigt selten bis nie Aggressionen. Er frisst gern und braucht Bewegung zum Ausgleich. Kaum geht die Tür zum Speiseschrank auf, steht er schon da und schaut mit fragendem Hundeblick, ob etwas für ihn dabei ist. Wie andere kleine Hunderassen neigt der Beagle zu Übergewicht, achten Sie daher auf seine Ernährung.

Pekingese

Die stolzen Hunde gelten als sehr selbstbewusst. Das entspricht ihrer Herkunft als Palasthund im chinesischen Kaiserreich. Zu Fremden verhalten sie sich meist distanziert. Ganz im Gegensatz dazu ist das Verhältnis zu Herrchen oder Frauchen, dort werden die Hunde anhänglich und brauchen viele Streicheleinheiten.

Äußerlich zeichnen sich die Hunde vor allem durch ihre geringe Größe aus. Selbst erwachsene Hunde werden nicht größer als 25 Zentimeter. Pekingesen leben im Schnitt 13 Jahre und erreichen ein Körpergewicht von etwa 5 Kilo.

Die Tiere sind unter anderem durch die empfindlichen, vorstehenden Augen krankheitsanfällig. Außerdem führt die kurze Nase zu Atemnot. Lange Spaziergänge hält der sensible Vierbeiner daher nicht durch. Kurze, regelmäßige Spaziergänge sollten für die Auslastung genutzt werden. Schützen Sie ihn außerdem vor direkter Sonneneinstrahlung und übermäßiger Hitze. Das dichte Fell führt in Kombination mit Atemnot ansonsten zu schneller Überhitzung.

Französische Bulldogge

Dieser ausgeglichene Hund weicht seinen Besitzern nicht von der Seite. Wachsam begleitet er seine Familie durch den Alltag und braucht dabei viel Zuwendung. Besonders kinderlieb schmust und spielt die Bulldogge gerne. Sie mag es etwas ruhiger, ist allerdings auch Spaziergängen nicht abgeneigt. Bei Unternehmungen kommt ihr freundliches Wesen zum Vorschein.

Als kleine Hunderasse werden Französische Bulldoggen nicht größer als 35 cm und sind mit der Geschlechtsreife ausgewachsen. Wegen ihres Körperbaus kann die Dogge nicht neben dem Fahrrad herlaufen oder beim Joggen begleiten.

Diese kleine Hunderasse zählt aufgrund ihrer physiologischen Merkmale zu den Qualzuchten. Wenn Sie sich dennoch für diese Rasse entscheiden möchten, achten Sie bei der Wahl der Zuchtstätte auf Seriosität und einen Fokus auf gute Gesundheit der Tiere.

Zwergschnauzer

Die wachsamen Hunde zeichnen sich durch große Aufmerksamkeit aus. Allerdings verzichten sie darauf, bei jeder Kleinigkeit zu bellen. Daher sind sie im täglichen Leben sehr umgänglich und begleiten durch dick und dünn. Planen Sie unbedingt viele Spaziergänge mit dem aktiven Hund ein. Die Schnauzer haaren nicht, ihr Fell braucht aber genau deswegen gründliche Pflege. Bürsten und kämmen Sie Ihren Liebling regelmäßig. Der charakteristische Bart formt sich zu einer undurchdringlichen Schicht.

Der Zwergschnauzer ist für unterschiedliche Aktivitäten geeignet: Freundlich, aber wachsam betätigt er sich als Wachhund. Ausdauernd und begeistert unterstützt er bei Joggingrunden. Außerdem eignet sich der lernwillige und verschmuste Hund  gut für Kinder.

Yorkshire Terrier

Yorkshire Terrier haben einen ausgeprägten Charakter und fordern Herrchen und Frauchen gerne heraus. Wichtig: Nur mit konsequenter Erziehung lernen sie feste Regeln. Ohne deutliche Grenzen ist die Erziehung des wuscheligen Hundes nicht möglich, schließlich gilt der sehr zarte Hund  als selbstbewusst und tapfer. Die niedlichen Knopfaugen und der unschuldige Blick täuschen etwas, der Yorkshire Terrier lässt sich nicht einschüchtern und verfügt über einen starken Willen. Akzeptiert er seine Haltenden als Respektsperson kann man mit ihm viel Spaß haben. Das feine Fell sollten Sie regelmäßig bürsten.

Geschichtlich gesehen hat die Hunderasse einen steilen gesellschaftlichen Aufstieg hinter sich. Ursprünglich zur Ratten- und Mäusejagd in Fabriken und Privathäusern eingesetzt, entdeckte die englische Oberschicht den hübschen Hund. Seitdem wird er als Begleithund gehalten und sogar als Therapiehund in Kliniken eingesetzt.  

Zwergpudel

Der leistungsfähige Hund verfügt über eine hohe Intelligenz und erlernt problemlos selbst komplizierte Kunststücke. Durch seine außergewöhnlichen Eigenschaften entwickelte sich der pfiffige Vierbeiner schnell zum Zirkusstar. Seine akrobatischen Kunststücke sind dabei immer sehenswert. Allerdings ist er kein reiner Spaßmacher. Der sensible Hund ist auch als Rettungs- oder Therapiehund im Einsatz. Fordern Sie den bewegungsfreudigen Vierbeiner daher auch geistig.

Seine hohe soziale Kompetenz macht ihn zum optimalen Begleiter für Familien oder Singles. Der anpassungsfähige Hund stellt sich perfekt auf die Umstände ein und lässt sich leicht erziehen.

Charakteristisch für diese kleine Hunderasse ist:

  • das weiche Fell
  • die langen Schlappohren
  • die verspielte Art

Der beliebte Hund wird bis zu 35 Zentimeter groß und  bis zu 17 Jahre alt.

Border Terrier

Border Terrier stammen von Arbeitshunden ab, ihre robuste Gesundheit und der große Bewegungsdrang haben sich bis heute erhalten. Die Grenze (border) zwischen England und Schottland ist ihr Ursprungsgebiet. Dem rauen Klima verdanken sie ihre Widerstandsfähigkeit. Als Teil der Hundemeute bei Jagden konnten sie längere Strecken neben Pferden laufen und haben sich dieses schnelle Lauftempo bis heute erhalten.

Der umgängliche Hund gilt als treuer Begleiter. Allerdings langweilt er sich schnell und braucht daher ausreichend Beschäftigung. Der offene Blick deutet es bereits an: Abenteuern ist er nicht abgeneigt. Er tollt gerne im Garten herum und hat Spaß daran, Löcher zu buddeln. Stellen Sie dem temperamentvollen Vierbeiner unbedingt ausreichend geistige und körperliche Beschäftigung zur Verfügung. Mit seinen schlanken Beinen bewältigt der Jagdhund selbst längere Strecken. Das pflegeleichte Fell wärmt vor kalten Temperaturen und schützt vor Nässe.  Durch die zahlreichen positiven Eigenschaften erfreut sich die kleine Hunderasse großer Beliebtheit.

Foto: © oben: Lunja/Adobe Stock; im Text Nr. 1: Rita Kochmarjova/Adobe Stock, Nr. 2: deviddo/Adobe Stock, Nr. 3: Mikkel Bigandt/Adobe Stock, Nr. 4: Eudyptula/Adobe Stock, Nr. 5: Birute Vijeikiene/Adobe Stock, Nr. 6: Molostock/Adobe Stock, Nr. 7: Dogs/Adobe Stock

(0)