Normalerweise haben unsere Stubentiger bekanntlich fünf Zehen an den Vorder- und vier Zehen an den Hinterpfoten – doch es gibt Ausnahmen: In das Guinnessbuch der Rekorde hat es zum Beispiel Kater Jake geschafft, welcher statt insgesamt 18 ganze 28 Zehen trägt.

Beliebtes Merkmal

Die Polydaktylie, also die Vielzehigkeit, beschreibt eine Genmutation, die besonders häufig bei der nordamerikanischen Rasse Maine Coon zu beobachten ist. Für die selbstständigen und aktiven Katzen können die großen Pfoten von Vorteil sein, sei es bei der Jagd, beim Klettern oder auf Wegen, die mit tiefem Schnee bedeckt sind. Bei Menschen sind Stubentiger mit dieser Ausprägung häufig wegen des niedlichen Aussehens ihrer auffälligen Tatzen beliebt. Übrigens: Polydaktyle Fellnasen werden auch„Hemingway-Katzen“genannt, da ein Liebling des Schriftstellers sowie dessen Nachkommen das Merkmal trugen.

Zucht polydaktyler Katzen

Die zusätzlichen Zehen können auf unterschiedliche Art und Weise ausgeprägt sein. Während die Patty-Foot-Form eine runde Pfote beschreibt, ergibt sich aus der Mittens-Form der Eindruck, die Fellnase trage Fausthandschuhe. Die gezielte Zucht von Polydaktylie ist umstritten. Es gibt zahlreiche Unterstützer der Mutation, welche diese nicht als Defekt, sondern lediglich als Anomalie bezeichnen. Die Stubentiger würden dadurch nicht eingeschränkt, sondern hätten mit mehr Zehen auch eine bessere Balance sowie Jagd- und Kletterfähigkeiten. Dem gegenüber steht ein Gutachten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, welches ein Zuchtverbot der Merkmalsträger empfiehlt.

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