Ein beliebtes Spiel auf jedem Kindergeburtstag - die Schnitzeljagd. Heute ist dieser Spaß auch unter dem Begriff Geocaching bekannt. Dabei werden mit Hilfe von Koordinatenangaben Geocaches, Behälter mit kleinen Schätzen, gesucht. Aber was hat das alles mit Hunden zu tun?

Spazieren gehen war gestern, Geo-Dogging ist heute!

Geo-Dogging ist an das Geocaching angelehnt. Das Mensch-Hund-Team wird mit Hilfe von Koordinaten aber nur in die Nähe der Behälter geführt. Dann ist Ihr Vierbeiner an der Reihe den Cache zu erschnüffeln. Ist dieser gefunden, tauschen Sie den Inhalt gegen etwas anderes aus. Der gefundene Schatz wird widerum in den nächsten Cache gesteckt. Im Logbuch können sich alle Cacher verewigen. Diese noch junge Freizeitbeschäftigung macht Spaß und stärkt gleichzeitig die Bindung, denn sie gehen zusammen mit Ihrer Fellnase auf Jagd, Sie erleben gemeinsam etwas und ganz nebenbei wird Ihr Liebling geistig und körperlich ausgelastet.

Cache ist nicht gleich Cache!

Es sind verschiedene Varianten möglich, so macht Geo-Dogging auch in Gruppen Spaß. Beim Multi-Cache werden auf der Suche Rätsel und versteckte Hinweise integriert. Bei einem Nacht-Cache können die Stationen nur bei Dunkelheit gefunden werden und Lost Place Caches sind in verlassenen Gemäuern, alten Bunkern oder Ruinen versteckt.

Die Caches - Kleine Schätze

Tauschobjekte können Glasperlen, Steine oder kleine Figuren sein. Aber Achtung, die Caches haben oft nur Platz für kleine Schätze. Auch Aufgaben für Vierbeiner oder Quizfragen können in die Behälter gelegt werden. Essbare Dinge wie Leckerlis sind dagegen keine gute Wahl, denn sie können schlecht werden oder wilde Tiere anlocken. Auch bei der Ortswahl gibt es einiges zu beachten. Die Caches sollten nicht mitten im Wald oder direkt in einem Ort platziert werden, sondern entlang einer Wanderstrecke oder Gassiroute, auf Waldlichtungen oder an besonderen Orten und für Vierbeiner gut erreichbar.

Such los!

Neben einem Tauschobjekt brauchen Geo-Cacher ein GPS-fähiges Gerät, festes Schuhwerk und zum Wetter passende Kleidung. Auch ein Erste-Hilfe-Set für Zwei- und Vierbeiner sowie Trinkwasser für Mensch und Hund sind bei längeren Touren ratsam. Die Koordinaten bekommen Sie z.B. über Internetportale und in entsprechenden Facebookgruppen. Dort sind auch Informationen zur Ralley angegeben, damit Sie entscheiden können, ob diese für Ihr Schatzsucherteam geeignet ist. Grundsätzlich kann jeder Hund ein Geo-Dog sein. Je nach Alter und Kondition müssen Sie nur beachten, dass die jeweilige Strecke von Ihrem Liebling gemeistert werden kann. Gerade wenn der Hund bei der Suche direkt einbezogen werden soll, ist ein Einsteigerseminar zu empfehlen. Dort lernt Ihre Fellnase seine Aufgabe kennen und auch Sie bekommen sicherlich einige wertvolle Tipps.

Echte Abenteurer fürchten sich nicht, aber natürlich sind auch beim Geo-Dogging Unfälle möglich. Die Hundekrankenversicherung ist dann für Ihren Liebling zur Stelle, damit die nächste Schatzsuche möglichst bald beginnen kann.

Foto: © Igor Normann/fotolia.com

(0)