Beim Toben mit einem Kumpel passiert es: Rettungshund Merle vertritt sich und lahmt von diesem Moment an. Die Diagnose Kreuzbandriss trifft Frauchen und Hundeführerin Heike Kaufmann-Müller wie ein Schlag: "Viele Hunde erholen sich nicht von einem Kreuzbandriss, lahmen ihr Leben lang oder leiden an Folgeschäden wie Arthrose." Dies hätte das Ende von Merles Laufbahn als Rettungshund bedeutet. Doch durch das gute Zusammenspiel von Tierklinik, Versicherung sowie aufopfernder Pflege von Herrchen und Frauchen kann Merle endlich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Leben retten!

Für den Mensch im Einsatz

Die vier Jahre alte Labrador-Hündin arbeitet beim DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) in der Flächensuche in unwegsamem Gelände und als Bringsler. Das bedeutet, dass Merle an ihrem Halsband ein Lederstück trägt, das sie, sobald sie die vermisste Person gefunden hat, ins Maul nimmt und zurück zu ihrer Führerin läuft. Anhand des Bringsels im Fang erkennt Heike Kaufmann-Müller, dass Merles Suche erfolgreich war. "Die Methode des Bringselns hat den Vorteil, dass die gefundene Person nicht durch lautes Bellen wie beim üblichen Anzeigen verängstigt wird", erklärt Kaufmann-Müller. Doch ein Bringsler muss auch extrem viel Laufarbeit leisten. Für einen Hund mit nicht vollständig auskuriertem Kreuzbandriss undenkbar. Aufgrund ihrer aufwendigen Ausbildung wäre es in Merles Fall besonders tragisch, sollten Folgeschäden nach der Verletzung zurückbleiben. "Zudem ist es wahnsinnig schwierig, für einen so speziell ausgebildeten Hund eine adäquate, nicht so belastende Ersatzbeschäftigung zu finden, sollte er nicht mehr arbeiten können", weiß Kaufmann-Müller.

Komplizierte Operation

Diagnostiziert wurde Merles Kreuzbandriss in einer Tierklinik. Hier empfahl man Heike Kaufmann-Müller eine OP nach der kostspieligen, jedoch erfolgversprechenden TPLO-Methode (Tibia plateau leveling osteotomy). Laut Tierarzt sollte Merle dank dieser Methode nach Abschluss der Behandlung wieder voll belastbar sein und das Risiko einer späteren Arthrose auf ein Minimum reduziert werden. "Zum Glück hatte ich Merle vorab über den "OP-Kostenschutz" der AGILA Haustierversicherung versichern lassen. So musste ich mir keine Gedanken über die Kosten der Behandlung machen und konnte mich voll und ganz der Genesung meiner Kleinen widmen", berichtet Merles Frauchen. Merles OP verlief problemlos, allerdings musste sich die lebensfrohe Hündin 14 Tage lang an ein striktes Renn-, Spring- und Spielverbot halten. Anschließend stand Krankengymnastik auf dem Programm, der Heike Kaufmann-Müller und ihr Mann mit viel Kreativität begegneten. "Mein Mann baute aus einer Teichfolie und zwei Telegrafenmasten ein kleines Therapiewasserbecken, in dem Merle nach der Therapie von Sebastian Kneipp durch Wassertreten ihren Kreislauf und die arterielle Durchblutung fördern konnte", berichtet Kaufmann-Müller sichtlich stolz.

Endlich wieder laufen!

Nie wieder beschwerdefrei laufen - diese Gefahr bestand für Merle. Wer sie heute in Aktion erlebt, kann sich das kaum vorstellen. Vollkommen lahmfrei, mit enormem Spaß an ihrem Job beim DLRG und jeglicher Form der Bewegung zeigt sich die schokobraune Hündin, als hätte es ihren Unfall nie gegeben. Dank ihres "OP-Kostenschutzes" übernahm die AGILA Haustierversicherung alle anfallenden Kosten für die Operation sowie sämtliche Folgebehandlungen. "Die gesamte Kostenabwicklung verlief schnell und reibungslos", berichtet Kaufmann-Müller zufrieden.

Foto: © Fiedels/fotolia.com

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