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Was macht eine gute Klinik für Katzen aus?
Das Zertifikat der „Cat Friendly Clinic“ (deutsch: katzenfreundliche Klinik) wird von der International Society of Feline Medicine verliehen, die Teil der International Cat Care ist. Die Organisation setzt sich mit unterschiedlichen Projekten weltweit für verbesserte Lebensbedingungen und optimale medizinische Versorgung von Katzen ein. Eines dieser Projekte ist das Zertifikat „Cat Friendly Clinic“, das Kliniken und Praxen für Katzen auszeichnet, die in besonderem Maße auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt sind. Damit bietet die Organisation Orientierungshilfen für Ärzte, Klinikleitungen und Katzenhalter. Halter können beispielsweise auf der offiziellen Webseite die nächstgelegene zertifizierte Klinik finden.
Eine zertifizierte Klinik für Katzen bzw. katzenfreundliche Praxis ist so angelegt, dass der Aufenthalt für unsere Samtpfoten möglichst stressfrei abläuft. Dass betrifft dabei neben dem Aufbau der Warte- und Behandlungsräume auch die Kompetenzen der Mitarbeiter und den Umfang der Betreuung. Die Organisation bewertet dabei nach klaren Kriterien und stuft dabei die Katzenfreundlichkeit in Bronze-, Silber- und Gold-Level ein.
Die Mitarbeiter einer guten Klinik für Katzen
Alle Mitarbeiter einer Klinik für Katzen müssen speziell im Umgang mit Katzen geschult sein und sich regelmäßig fortbilden, um als „Cat Friendly Clinic“ zertifiziert zu werden. So wird sichergestellt, dass ihre Kompetenzen stetig aktualisiert werden. Außerdem muss es einen Katzenvertreter geben, der die Einhaltung der Kriterien überwacht und Ansprechpartner ist. Daneben ist wichtig, dass sich die Tierärzte einer guten Klinik für Katzen genug Zeit nehmen, damit die Behandlung ruhig und umfassend ablaufen kann. Außerdem wird eine gute Kommunikation vorausgesetzt, sodass der Halter immer umfassend über die Prozeduren und Kosten informiert wird.
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Aufbau und Ausstattung einer guten Klinik für Katzen
Eine katzenfreundliche Klinik oder Praxis muss auch in ihrer baulichen Aufteilung auf die Bedürfnisse von Katzen abgestimmt sein. Insgesamt sind Warte-, Behandlungs- und Aufwachräume auf Katzen ausgerichtet. Das heißt beispielsweise, dass sie von anderen Tieren getrennt werden und es hohe Plätze gibt, um die Katzenkörbe abzustellen, sodass die Stubentiger nicht auf Bodenhöhe warten müssen. Auch sollte es keine irritierenden Störfaktoren wie aufdringliches Licht, Geräusche oder Gerüche geben. In die Bewertung fließen zudem das Behandlungsspektrum und die Ausstattung ein: Wenn es möglich ist, die gesamte Behandlung vor Ort durchzuführen, erspart das dem Tier viel Hin und Her und vermeidet damit zusätzlichen Stress. Patienten einer zertifizierten Klinik für Katzen müssen außerdem Zugang zu einer Notfallversorgung außerhalb der üblichen Öffnungszeiten haben.
Eine Klinik für Katzen unterstützt Halter schon zuhause
Ein ruhiger und entspannter Patient bedeutet eine einfachere und genauere Diagnostik und Behandlung. Das bedeutet auch, dass die Katze bereits auf dem Weg möglichst wenig Angst ausgesetzt sein sollte. Wie das ermöglicht werden kann, sollte die betreffende Klinik bereits im Vorfeld kommunizieren, beispielsweise wie Halter die richtige Transportbox für Katzen finden oder wie sie Katzen an eine Transportbox gewöhnen. Auch Informationen wie zum Beispiel über die richtige Versorgung nach einer Operation sollten bereitgestellt werden. Die detaillierten Kriterien für die Bewertung einer Klinik für Katzen stellt die Organisation (in englischer Sprache) hier zur Verfügung.
Das Zertifikat motiviert Kliniken für Katzen, sich optimal an die Bedürfnisse ihrer Patienten anzupassen, ermöglicht es Haltern, die besten Anlaufstellen für ihre Lieblinge zu finden und bietet Katzen eine verbesserte medizinische Versorgung – also Vorteile für jeden!
Dieser Artikel wurde geprüft von Tierärztin Melanie Müller.
Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.
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