Osteopathie: Alternativmedizin für Vierbeiner Nicht die Symptome, sondern die Ursachen bekämpfen: Anstatt mit Medikamenten an den betroffenen Stellen zu wirken, betrachtet die Osteopathie den Körper ganzheitlich und forscht nach den Ursprüngen der Beschwerden. Dieser Ansatz wird immer populärer und vor allem ist er genauso auf unsere vierbeinigen Lieblinge anwendbar wie auf die Menschen. Mit gezielter Untersuchung des ganzen Körpers der Hunde und Katzen finden Osteopathen ursächliche Störungen und behandeln sie nur mit ihren Händen . Dieses nennt man auch Manualtherapie. Dabei gehen sie davon aus, dass Schmerzen an Körperteilen auch andere, grundsätzlichere Ursachen haben können. Wie genau eine Behandlung funktioniert, zeigt uns Tierärztin Dr. Sabine Scholz im Video. Osteopathische Behandlungen für Vierbeiner Die Osteopathie ist schon knapp 140 Jahre alt - der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still stellte sie im Jahr 1874 der Öffentlichkeit vor. Neben physischen Beschwerden (Probleme des Bewegungsapparates und der inneren Organe) können mit dieser Behandlungsmethode auch Verhaltensstörungen der Tiere behandelt werden. Ein Beispiel dafür gibt Tierärztin Dr. Scholz: „Ein Hund stand kurz vor der Einschläferung, weil er Menschen gegenüber unheimlich aggressiv war. Der letzte Versuch für die Besitzer schien die Osteopathie… Und der Hund lebt heute immer noch!“ Die Kosten der Behandlung mit Osteopathie werden von AGILA im Rahmen des Tierkrankenschutzes übernommen, sofern ein niedergelassener Tierarzt mit einer Zertifizierung für Osteopathie die Behandlung durchführt. Wie häufig eine osteopathische Behandlung Sinn macht, ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Mehr zur Osteopathie erfahren Sie in unserem Hund & Katz Blog.

Foto: © Fiedels/fotolia.com

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