Sie besteht aus vielen Muskeln und hat zahlreiche lebensnotwendige Funktionen – die Katzenzunge. Wir haben uns gefragt, wie dieses Organ bei den Samtpfoten funktioniert, wofür die Zunge besonders gut ist und was sie so einzigartig macht. Der Geschmackssinn von Katzen ist nicht besonders stark entwickelt. Süßes können die Vierbeiner beispielsweise gar nicht schmecken. Die „Schmackhaftigkeit“ von Futter erkennen sie hauptsächlich am Geruch. Was macht also die Katzenzunge aus, wenn Geschmack nicht ihre Stärke ist?

Beschaffenheit der Katzenzunge

Die Katzenzunge trägt auf der Oberfläche mehrere kleine Erhebungen, sogenannte Papillen. Diese haben unterschiedliche Formen. Die schlechter ausgebildeten, pilzförmigen Papillen an Zungenspitze und Zungenkörper sind für den Geschmack zuständig. Sogenannte Fadenpapillen machen die Zunge der Katze rau. Sie bestehen aus nach hinten gerichteten Hornzähnen. Beim Trinken bleiben genau in diesen Fadenpapillen Flüssigkeitstropfen hängen und werden in den Mund und anschließend in den Magen transportiert.

Katzenzunge für die Fellpflege

Durch die hornigen Stacheln funktioniert die Katzenzunge wie eine Reibe. Einerseits ist es dadurch für Katzen ein Leichtes Fleisch von Knochen zu lecken, andererseits bietet die Zungenbeschaffenheit das optimale Instrument zur Fellpflege. Die Katzenzunge dient im Zusammenspiel mit den Zähnen dem Lösen von Haarverfilzungen, dem Glätten, Frisieren, Erfrischen und der Ungeziefervernichtung. Schon gewusst? Beim Putzen des Fells verliert eine Katze ungefähr so viel Flüssigkeit wie beim Wasserlassen. Katzen putzen ihr Fell nicht nur aus Reinlichkeit – sie nehmen dadurch auch das lebenswichtige Vitamin D auf. Bei der Katzenwäsche wird eine ölige Substanz im Fell verteilt, die im Sonnenlicht zu Vitamin D wird. Beim nächsten „Waschgang“ nehmen die Samtpfoten diese Vitamine wieder auf. Katzenzunge und Wasseraufnahme Bis vor kurzem vermutete man, dass Katzen ihre Zunge wie einen Löffel zum Trinken benutzen. Forscher haben kürzlich jedoch herausgefunden, dass die Samtpfoten ihre Zunge lediglich minimal ins Wasser eintauchen und somit eine Art Flüssigkeitssäule aufbauen. Durch die schnelle Bewegung der Zunge wird diese Wassersäule aufrechterhalten. Die Vierbeiner warten den richtigen Moment ab und „beißen“ dann ins Wasser.

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