Der Pudel ist eine aus Frankreich stammende und von der FCI anerkannte Hunderasse und gehört der Gruppe 9 "Gesellschafts- und Begleithunde" an. Früher wurden Pudel als Jagdhunde, vor allem bei der Wasserjagd, eingesetzt. Heute gelten die liebenswürdigen Vierbeiner als beliebte Familienhunde. Aufgrund ihrer guten Lernfähigkeit werden sie auch gerne als Sport- und Blindenführhunde eingesetzt. Den Pudel gibt es in vier anerkannten Varianten, die sich hauptsächlich in ihrer Größe unterscheiden.

Aussehen

Pudel gehören zu den lang- und rauhaarigen Hunderassen. Bezüglich des Fells wird zwischen dem Wollpudel und dem Schnürenpudel unterschieden. Charakteristisch für den weiter verbreiteten Wollpudel ist das fein gekräuselte Fell. Der Schnürenpudel zeichnet sich durch sein dreadlockartiges Fell aus, was an die Rastazöpfe von Pulis erinnert. Pudel gibt es in fast allen Farbvarianten. Von der FCI offiziell anerkannt sind die Farben schwarz, weiß, braun, grau, apricot und rotfalb.

Charakter

Vom ursprünglichen Jagdtrieb des Pudels ist nur die Freude am Apportieren übrig geblieben. Die Hunde gelten als überdurchschnittlich intelligent und wollen daher gefordert werden. Sie brauchen viel Bewegung und Beschäftigung, wodurch sie sich hervorragend für Hundesportarten wie z.B. Agility eignen. Zudem sind die Tiere sehr sensibel und einfühlsam, weshalb sie neben ihrer Eigenschaft als beliebter Familienhund auch gerne als Blinden-, Therapie- und Rettungshund eingesetzt werden.

Haltung

Pudel sind dafür bekannt, eine sehr enge Bindung zu ihren Haltern und ihrer Familie einzugehen. Dadurch eignen Sie sich sowohl für Familien mit Kindern gut, als auch für alleinstehende Personen. Der Rassehund braucht nicht unbedingt ein großes Haus mit Garten. Er fühlt sich auch in einer kleineren Wohnung wohl, sofern er genug Auslauf und Aufmerksamkeit bekommt. Vor allem bei Allergikern sind Pudel beliebt, da sie als hypoallergen gelten. Dennoch sollten sich Allergiker vorher testen lassen, bevor sie sich einen Pudel zulegen. Das Hundefell ist natürlich nie komplett allergenfrei. Pflege Das Pudel-Fell hat zwei Besonderheiten: Im Gegensatz zu anderen Hundefellen wächst es kontinuierlich weiter, wenn es nicht geschoren wird und es wechselt nicht mit den Jahreszeiten. Um Verschmutzung und Verfilzen zu vermeiden, sollten Hundehalter ihren Pudel alle 6-8 Wochen scheren. Dazu ist es empfehlenswert einen professionellen Hundefriseur aufzusuchen, denn die Pudelfrisur ist nicht ganz leicht. Auf welche Art das Fell geschoren wird, ist sicher Geschmackssache. Auf deutschen Ausstellungen sind Modeschur, Puppyschur, Continental Clip und Scandinavian Clip erlaubt.

Größe und Gewicht

Großpudel/Königspudel: bis zu 60 cm und 18-25 kg, Kleinpudel: 35-45 cm und 7-12 kg, Zwergpudel: 28-35 cm und 3,5-6 kg, Toypudel: 20-28 cm und 2-3 kg, Teacup Pudel (nicht offiziell anerkannt): 17-23 cm und 1-2 kg Mit einer Hundehaftpflicht und einer Hundekrankenversicherung, die vor hohen Tierarztkosten schützt, sind Hundehalter bestens abgesichert.

Foto: © duncanandison/fotolia.com

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