Greta: Immer im Kreis herumlaufen?

Da gibt es bessere Alternativen! Das Longieren hat bei Pferden in erster Linie den Sinn, die Rücken- und Bauchmuskulatur aufzubauen. Auf ihnen soll immerhin geritten werden und da ist das natürlich nötig. Aber Hunde longieren? Reicht es da nicht, mit ihnen im Park zu spielen, sie Stöckchen holen zu lassen und sie so auszulasten und zu trainieren? Ich denke doch! Auch ein aufregender Waldspaziergang, vielleicht sogar regelmäßige Hundewanderungen, Fahrten an den See, viele Eindrücke durch andere Menschen und Hunde sind weitaus schöner als permanent im Kreis zu laufen! Ein aufregender Ausritt bedeutet schließlich auch für Reiter und Pferd mehr Spaß - das Longieren ist lediglich notwendig. Gleich wieder jeden Trend aufzugreifen und ernst zu nehmen, finde ich deshalb Unsinn. Natürlich sind Hunde nach langer Zeit Herumlaufen im Kreis ausgelastet und den Rest des Tages friedlich und wollen schlafen. Aber das ist noch kein Grund sich fröhlich auf die Schulter zu klopfen und zu sagen, das ist genau das Richtige. Wenn man Hunde longieren lässt, werden sie durchweg auf Abstand zu Frauchen und Herrchen gehalten, die sich in der Tabu-Zone des Kreises befinden. Hunde lieben es aber mit ihren Besitzern auf Körperkontakt zu gehen, zu spielen und zu balgen. Wo bleibt da also der Spaß?

Franziska: Longieren bringt Spaß und Beschäftigung für Hund und Besitzer!

Ich halte das Longieren mit Hund für eine super Idee und tolle Möglichkeit, seinen Vierbeiner sowohl körperlich, als auch geistig zu fördern, zu fordern und auszulasten. Diese Art des Trainings stärkt die Ausdauer, da der Hund über eine längere Zeit Laufen muss. Nebenbei wird auch die Konzentration des Tieres stark gefördert, denn es muss sich stetig auf die Körpersprache und den Blickkontakt mit seinem Herrchen oder Frauchen konzentrieren, um zu wissen, was gerade vor sich geht und was es tun soll. Durch das Longieren wird die Kommunikation zwischen Mensch und Hund gestärkt und auch die Bindung, die beide miteinander haben, wird durch die ständige Interaktion beim Longieren enger. Des Weiteren ist es nur von Vorteil, wenn der Hund auch auf Distanz einwandfrei auf Kommandos seines Besitzers hört. Ganz nebenbei ist dieser Sport nicht so stumpf und langweilig wie man vielleicht vermutet, denn nach einiger Übung können Hürden, Tunnel sowie verschiedene Kommandos, z.B. Kehrtwendungen, in den Kreis eingebaut werden. Longieren ist alles in allem also gut für den Hund und schützt ihn vielleicht sogar vor dem ein oder anderen ungewünschten Besuch beim Tierarzt.

Verwendetes Bildmaterial

Foto: © imagox/fotolia.com

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