Ihr Hund frisst nicht? Klar, dass dann natürlich sofort die Alarmglocken läuten. Tatsächlich kann es an Magenschmerzen, Schluck- oder Zahnbeschwerden liegen. Es gibt aber auch noch weitere Gründe, die erst einmal gar kein Grund zur Panik sind.

Krankheiten

Erst einmal müssen Sie beobachten, ob nicht doch ein Krankheitsfall vorliegt. Muss Ihr Hund nach dem Fressen sogar erbrechen? Vielleicht hat Ihr Hund auch einen Fremdkörper verschluckt, der schwer auf den Magen drückt. In dem Fall muss ein Tierarzt ihn entfernen. Erbrechen kann aber auch an Magenschmerzen, Schluck- oder Zahnbeschwerden liegen. Ein schmerzender Magen ist meistens sehr hart, Sie können den Bauch abtasten und es meistens schon fühlen. Um Schluck- oder Zahnbeschwerden festzustellen, schauen Sie doch einmal in das Maul. Können Sie Rötungen oder schwellende und nässende Stellen erkennen? Ein Trick zur Schluckprobe: Wenn Sie ein paar Tropfen Wasser in den Fang träufeln, können Sie sehen, ob der Hund schlucken kann. Bei allgemeinen Krankheiten wie Fieber oder Verletzungen kann wie bei uns Menschen der Appetit ebenfalls verloren gehen. Ist der Hund allerdings wieder geheilt, normalisiert sich das in der Regel wieder.

Psychische, geschmackliche und hormonelle Gründe

Das Futter spielt eine ganz wichtige Rolle und zwar nicht nur im Geschmack. Ein Hund frisst schon nicht, wenn die Konsistenz oder der Geruch ihm nicht passt. Haben Sie vielleicht kürzlich die Futtermarke gewechselt oder vielleicht hat auch der Hersteller die Zutaten oder Konsistenz verändert? Auch wenn der Hund schlechte Erfahrungen mit dem Futter gemacht hat, kann das dazu führen, dass er das Fressen verweigert. Nach einer Therapie oder längeren Aufenthalten in einer Tierklinik ist es daher manchmal ratsam, dass Futter zu wechseln. Versuchen Sie ihn einmal mit Hundeleckerlis aus der Reserve zu locken. Frisst er dabei ganz normal und sind keine Schmerzen zu beobachten, kann es durchaus an den genannten Ursachen liegen. Wenn ein junger Hund zahnt, verweigert er ebenfalls manchmal das Futter, weil das Kauen für ihn unangenehm ist. In dem Alter von drei bis sieben Monaten müssten die bleibenden Zähne jedoch vollständig da sein und sich das Fressverhalten normalisieren. Die Hormone können ebenfalls eine Rolle spielen. So verweigern läufige Hündinnen und Rüden in der Paarungszeit teilweise das Futter. Natürlich kann es wie beim Menschen auch psychische Gründe haben. Stress zum Beispiel nach einem Umzug oder Trauer schlagen sprichwörtlich auf den Magen. Vermeiden Sie in dieser Situation einen Futterwechsel und zeigen Sie Ihrem Liebling besonders viel Zuneigung. Es kann sein, dass ein Fremdkörper wie ein Stück von einem Spielzeug oder einer giftigen Pflanze sich im Maul festgesetzt hat. Schauen Sie deshalb genau nach und versuchen Sie es herauszubekommen. Andernfalls hilft auch hier nur der Tierarzt.

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