Dass Hunde mit ihren Besitzern gelegentlich U-Bahn oder Straßenbahn fahren ist ja nichts Neues. Aber in Moskau nehmen die Hunde ganz freiwillig und ohne Begleitung eines Menschen die Metro. In der russischen Metropole leben unglaublich viele streunende Hunde. Und einige von ihnen haben scheinbar ein ausgeklügeltes System entwickelt, wie sie an Futter kommen. Jeden Tag fahren die wohl schlauesten der Moskauer Straßenhunde mit der Metro von den Außenbezirken in die Innenstadt, um dort auf Futtersuche zu gehen.

Streuner und Einwohner im Einklang

Und die Einwohner Moskaus haben gar nichts dagegen. Sie dulden die Tiere und manche lieben und schätzen die Straßenhunde richtig. An einer der Metro-Stationen gibt es sogar eine Bronze-Statue, die an einen getöteten Straßenhund erinnert! Die Moskauer sehen das Gute in den Streunern: Sie halten die Straßen und Metro frei von Ratten. Ich finde es absolut faszinierend, dass die Straßenhunde sich komplett allein im Metro-System zurecht finden und genau wissen, wo sie ein- und aussteigen müssen! Sie kennen die Stationen, an denen sie die Metro verlassen müssen, um an das meiste Futter zu kommen. Und sollten sich die Gegebenheiten einmal ändern, finden die Streuner neue Wege mit der Metro, um an anderen Plätzen zu betteln. Auch die Moskauer lassen häufig ein paar Leckerlis für die Streuner fallen, wenn sie mit der Metro fahren. So lässt es sich scheinbar gut leben. Viele Beobachtungen haben inzwischen gezeigt, dass die Hunde es vermeiden, die Metro zu nehmen, wenn der Berufsverkehr einsetzt und die meisten Menschen sich fortbewegen. Außerdem fahren einige der Metro-Hunde sehr gerne auf den Sitzplätzen mit. Sie machen es sich richtig bequem, wie man eindrucksvoll in diesem Video" href="http://www.youtube.com/watch?v=1bqOGGO3AZ0" target="_blank">Video sehen kann. Das Leben auf den Straßen Moskaus scheint den Hunden nicht zu schaden. Doch irgendwie ist es traurig zu wissen, dass niemand für die Tiere da ist, wenn sie krank sind und vielleicht einen Tierarzt oder sogar eine Hunde-OP bräuchten.

Foto: © paul prescott/fotolia.com

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