Bei einem Therapiehund handelt es sich in der Regel um einen Familienhund, der zusätzlich in der tiergestützten Therapie eingesetzt wird. Hunde können beispielsweise in der Ergotherapie, der Physiotherapie, der Psychotherapie, der Heilpädagogik und der Logopädie als Therapiehund gute Dienste leisten. Therapiehunde sollte man nicht mit den Assistenzhunden verwechseln. Ein Assistenzhund, wie ein Behindertenbegleithund oder ein Blindenführhund, begleitet sein Herrchen oder Frauchen rund um die Uhr. Therapiehunde leben größtenteils in ihrer eigenen Familie und besuchen die verschiedenen Therapieeinrichtungen nur für die Arbeit als Therapiehund. Therapiehunde müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllen und gesund sein, um diese Aufgabe übernehmen zu dürfen.

Die positive Wirkung von Hunden als Therapieform

Ein Therapiehund wird in den verschiedenen Einrichtungen eingesetzt, weil er eine positive Wirkung auf Menschen ausübt. Wenn Hunde in der Nähe sind, hat dies positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Hunde wirken blutdrucksenkend, sie treten mit den Menschen in Kontakt und motivieren zur Kommunikation. Grundsätzlich gibt es keine speziellen Therapiehunde-Rassen. Häufig werden jedoch Retriever wie der Golden Retriever und der Labrador Retriever zum Therapiehund ausgebildet. Hunde dieser Rassen zeigen sehr oft die gewünschten Charaktereigenschaften und sind Fremden gegenüber aufgeschlossen. Es eignen sich jedoch auch Hunde vieler anderer Rassen für diese Arbeit. So werden beispielsweise auch verschiedene Jagd- und Hütehunde wie der Magyar Vizsla, der Collie und der Australian Shepherd für die tiergestützte Therapie eingesetzt. In der Regel kann jeder Hund, der die entsprechenden Voraussetzungen mitbringt, in der tiergestützten Therapie arbeiten. Therapiehunde sollten offen gegenüber Neuem sein, mit ungewöhnlichen Situationen, verschiedenen Gerüchen und Lärm zurechtkommen. Zudem sollten Hunde, die für die tiergestützte Therapie eingesetzt werden, ausreichend groß und körperlich belastbar sein. Mischlinge mit entsprechenden Voraussetzungen eignen sich ebenso gut wie reinrassige Tiere.

Die Ausbildung zum Therapiehund

In der Therapiehunde-Ausbildung wird der Hund mit unterschiedlichen Situationen konfrontiert, die ihm auch bei der Arbeit als Therapiehund begegnen können. Der Hund lernt beispielsweise, wie er am Rollstuhl gehen muss. Er kommt mit diversen Gehhilfen in Berührung und darf sich nicht vor unbeholfenen Bewegungen und lauten Geräuschen fürchten. Absichern kann man Therapiehunde durch eine Hunde-OP-Versicherung oder Hundekrankenversicherung sowie durch eine Hundehaftpflicht.