Im Normalfall kommt das Immunsystem eines gesunden Tieres gut mit verschiedenen Parasitenarten wie Würmern oder Flöhen zurecht und kann verhindern, dass das befallene Tier ernsthaft durch einen Parasitenbefall erkrankt. Es kann aber immer sein, dass das Gleichgewicht gestört wird und sich die Parasiten massiv vermehren. Dann können sie dem Wirtstier schwere Schäden zufügen. Besonders Tiere mit einem geschwächten Abwehrsystem wie junge, kranke und ältere Tiere sind anfällig für einen Parasitenbefall.

Da Parasiten unangenehm sind und einige auch schwere Krankheiten übertragen können, ist es empfehlenswert, eine Parasitenprophylaxe bei Hund und Katze durchzuführen. Ein modernes Medikament bekämpft bestehende Parasiten und wirkt häufig gleichzeitig vorbeugend gegen einen Neubefall. Besonders gut wirkt eine Parasitenprophylaxe gegen die verschiedenen Ektoparasiten. Zecken, Milben, Flöhe oder Haarlinge gehören beispielsweise zu diesen äußeren Parasiten. Spot-on-Präparate, Flohhalsbänder und Kautabletten wirken gegen diese Plagegeister. Gegen innere Parasiten wie die verschiedenen Würmer kann man zwar vorbeugend nichts unternehmen, aber eine regelmäßig durchgeführte Wurmkur kann die Gefahr eindämmen. Die Parasitenprophylaxe bei Hunden und Katzen ist auch deshalb empfehlenswert, weil viele Parasiten auch auf andere Tiere und den Menschen übergehen können.

Parasitenprophylaxe bei Hund und Katze - Wie oft sollte sie durchgeführt werden?

Es gibt verschiedene vorbeugende Maßnahmen, die angewendet werden können, um den Befall mit Parasiten zu verhindern. Im Zuge der Parasitenprophylaxe werden beispielsweise Flohhalsbänder, Medikamente zum Auftropfen auf die Haut oder zum Einnehmen und regelmäßige Wurmkuren empfohlen. Wie oft eine Parasitenprophylaxe bei Katze und Hund durchgeführt werden sollte, hängt von der Art der Prophylaxemaßnahme ab. Bei Freigänger-Katzen wird empfohlen, eine Wurmkur etwa alle drei Monate durchzuführen. Der Zeckenschutz bei Hund und Katze ist vor allem in den Frühlings- und Herbstmonaten wichtig und hält meistens für etwa 4 Wochen an. Dadurch wird das Tier nicht nur vor einem Biss geschützt, sondern auch vor den Krankheiten, die Zecken übertragen können. Die Zeckenprophylaxe ist meistens auch wirksam gegen Flöhe. Flohhalsbänder sollten ebenfalls regelmäßig erneuert werden.

Parasitenprophylaxe – Was kostet sie?

Die Kosten einer Parasitenprophylaxe hängen von der Art und der Häufigkeit der Behandlung ab. Wenn man die Wurmkur und die Ektoparasitenprophylaxe zu Hause selbst gibt und sich nur das Medikament vom Tierarzt verschreiben lässt, können die Kosten etwas reduziert werden.Was nützt eine Tierkrankenversicherung?Wenn Herrchen und Frauchen die Kosten für eine Parasitenprophylaxe nicht selbst übernehmen möchten, können sie auch eine Hunde- beziehungsweise Katzenkrankenversicherung abschließen. Diese Versicherungen bietet eine gute finanzielle Absicherung gegen Tierarztkosten. 

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

Foto: © Fiedels/fotolia.com