Herbstgrasmilben sind unangenehme Parasiten, die auch unter den Namen Erntemilben oder Heumilben bekannt sind. Herbstgrasmilben sind Spinnentiere. Sie durchlaufen in ihrer Entwicklung verschiedene Stadien: Aus den Eiern werden Larven, dann folgen ein bis zwei Nymphenstadien bis sie zur ausgewachsenen Milbe werden. Die Larve muss während ihrer Entwicklungszeit einen Warmblüter stechen.

Die Ursachen für Herbstgrasmilben beim Hund

Herbstgrasmilben leben eigentlich in der Erde oder in bereits verrottetem Pflanzenmaterial. Für ihre Entwicklung benötigen sie allerdings die Lymphe eines Säugetiers. Aus diesem Grund befallen die Parasiten nicht nur Hunde, sondern auch andere Warmblüter wie Katzen, Mäuse und Menschen. Die Eier dieser Parasiten werden von ausgewachsenen Milben auf dem Boden abgelegt. Dort werden sie zu Larven und saugen sich anschließend z. B. an vorbeikommenden Hunden fest. Die Parasiten setzen ihre Entwicklung fort, indem sie einige Tage oder Stunden am Säugetier saugen. Herbstgrasmilben beim Hund kommen im mitteleuropäischen Raum vor allem in den Monaten von Mai bis Oktober vor. Ist der Mensch von Herbstgrasmilben befallen, spricht man in der Regel von der Erntekrätze.

Symptome von Herbstgrasmilben beim Hund

Einen Befall von Herbstgrasmilben erkennt man im Wesentlichen an starkem Juckreiz beim Hund. Es sind vor allem die Ohren, die Spürhaare oberhalb der Augen, der Leistenbereich und die Zehenzwischenräume betroffen. Die Tiere kratzen, lecken und nagen an den betroffenen Stellen, um den Juckreiz zu lindern. Um die Plagegeister frühzeitig zu erkennen, suchen Sie Ihren Liebling regelmäßig ab. Die Herbstgrasmilben sind zu Beginn der Erkrankung als leuchtend orangefarbene Punkte zu erkennen. Achten Sie dabei besonders auf die oben genannten Stellen. Manchmal werden die Parasiten auch durch Verkrustungen überdeckt.

Besonders aufmerksam sollten Sie werden, wenn Ihr Vierbeiner sich häufig kratzt, leckt oder an sich nagt. Häufiges Kratzen und Lecken kann zu Hautrötungen und Entzündungen führen, daher sollten Sie in diesen Fällen auf einen Besuch beim Tierarzt keinesfalls verzichten. Außerdem können Sie verschiedene Vorsorgemaßnahmen treffen, was vor allem bei sensiblen Vierbeinern zu empfehlen ist. Dazu gehören bestimmte Sprays und Spot-on Präparate gegen Milben sowie Anti-Parasitenshampoos. Ein Tierarzt kann Ihnen helfen, das geeignete Mittel für Ihren Liebling auszuwählen.

Die Behandlung von Herbstgrasmilben beim Hund

Eine Behandlung beim Tierarzt erfolgt erst, wenn eindeutig geklärt ist, dass es sich tatsächlich um Herbstgrasmilben handelt. Die Milben saugen nur wenige Tage und häufig treten die Symptome erst nach dem Befall auf. Aus diesem Grund kann eine eindeutige Diagnose manchmal schwierig zu stellen sein. Die Milben werden mithilfe von Medikamenten behandelt, die auch bei der Bekämpfung anderer Milbenarten eingesetzt werden. Spot-on-Präparate und Shampoos stehen beispielsweise zur Verfügung. Eine Hundekrankenversicherung kann bei der Kostendeckung helfen.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.