Geschrieben von Franziska Obert und Greta Clasen

Eine neue Stadt, eine neue Wohnung, ein neuer Lebensabschnitt – mit dem Beginn eines Studiums ändert sich oft einiges. Ein Hund als treuer Begleiter scheint dabei eine gute Unterstützung zu sein. In vielen Punkten ist man plötzlich völlig auf sich allein gestellt und gerade am Anfang kann es auch mal ein wenig einsam werden. Was spricht also dagegen, sich in diesen Zeiten einen Hund an die Seite zu holen? Wir haben uns für Sie mit diesem Thema beschäftigt und Vor- und Nachteile vom Studieren mit Hund aufgeschrieben.

Greta: Ein Hund ist zu zeitintensiv und teuer

Klar ist so ein eigener kuscheliger Hund eine schöne Vorstellung. Doch wer sich noch im Studium befindet, sollte sich über die enorme Verantwortung und die eigenen zeitlichen und finanziellen Einschränkungen, die ein Hund mit sich bringt, bewusst sein. Denn das Studentenleben ist – seien wir mal ganz ehrlich – nicht unbedingt die beste Voraussetzung für einen Hund. Es ist die Zeit, in der man jung und spontan ist, die Zeit, in der es vielleicht manchmal auch ein bisschen chaotisch und provisorisch im Leben zugeht. Da gibt es dann doch schon mal ab und zu die ein oder andere WG-Party, Disco-Gänge, kurzzeitige Umzüge wegen Praktika, zwischenzeitliche Aushilfsjobs und Kurz-Urlaube. Phasenweise verbringt man den ganzen Tag in der Uni, ist in unzähligen Projekten eingesponnen und das Wochenende ist mit Blockseminaren verplant. Fakt ist: Das Leben ist noch im ständigen Wandel. Diese Flexibilität ist aber mit einem Hund nicht mehr in der Form möglich. Ein Hund braucht ein gewisses Maß an festgeregelten Zeiten und Beständigkeit. Er kann nicht dauernd und schon gar nicht tagelang alleine in der Wohnung bleiben, braucht Beachtung, Zuwendung und Pflege. Das fängt schon damit an, dass der Fressnapf zeitig gefüllt und der Hund mehrmals Gassi geführt werden muss. Doch auch die Erziehung, bestenfalls in einer Hundeschule, und die Tierarztbesuche sind vom zeitlichen und vor allem finanziellen Aufwand nicht zu unterschätzen. Diese Kosten für Tierarzt, Hundeversicherung, Futter, Spielzeug und sonstiges Zubehör muss man als Student auch erst einmal stemmen können.

Franziska: Studium und Hund sind gut vereinbar

Wieso sollte ich mir keinen Hund holen dürfen, wenn ich studiere? Wenn ich mir sicher bin, dass ich dem Vierbeiner die Aufmerksamkeit, Zeit und Zuwendung geben kann, die er benötigt, dann kann doch ein Studium kein Grund dafür sein, sich nicht den Traum von einem eigenen Hund zu erfüllen! Schließlich wird es auch nach dem Studium, im Beruf, nicht weniger stressig und vor allem nicht weniger zeitaufwendig. Natürlich hat man als Student (meist) weniger Geld und viele Studenten sind heutzutage auch sehr viel unterwegs, ob nun zu einem Praktikum in einer anderen Stadt, im Ausland oder einfach nur zum Ausgehen und Feiern. Aber wenn eine ausreichende Versorgung und Zuwendung für den Hund sichergestellt ist, spricht meiner Ansicht nach nichts dagegen. Vielleicht hat derjenige ja eine gute Betreuungsmöglichkeit für den Hund oder vielleicht kann man den Hund sogar mit in die Vorlesung nehmen. Außerdem ist man als Student trotz vieler Verpflichtungen dennoch eigentlich öfter und länger zu Hause als zum Beispiel Arbeitstätige. Gerade als Student besitzt man also die Zeit, sich um einen Hund zu kümmern.

Foto: © ThamKC/fotolia.com

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