Canicross

Bei dieser Hundesportart findet ein Rollentausch statt: Der Hund führt und sein Herrchen bzw. Frauchen folgt! Canicross ist aus dem Zughundesport entstanden und bezeichnet, einfach gesagt, das Querfeldeinlaufen mit Hund. Diese Hundesportart ist gut geeignet, wenn Sie gerne joggen oder sogar Marathon laufen. Sie sind über eine zwei Meter lange Zugleine mit Ihrem Hund verbunden und durch einen speziellen Gurt gesichert. Ihr Vierbeiner braucht ein Spezialgeschirr, um in der Führungsposition ausreichend gesichert zu sein. Erforderlich ist außerdem eine einwandfreie Kommunikation zwischen Zwei- und Vierbeiner. In Deutschland ist Canicross noch nicht sehr weit verbreitet. In Belgien und den Niederlanden hingegen finden im Herbst fast jedes Wochenende Canicross-Wettbewerbe statt. Hierbei gibt es keine Leistungsklassen wie bei anderen Hundesportarten, die Einteilung erfolgt nach Alter und Geschlecht. Geeignet ist Canicross für alle lauffreudigen Rassen sowie Ausdauerhunde, die Kraft und Power haben. Ihr Vierbeiner sollte mindestens ein Jahr alt sein, um diese Hundesportart auszuüben. Weitere Formen des Canicross sind Bike-Jöring und Ski-Jöring. Auch hier gilt das Prinzip des Rollentauschs, allerdings sitzen Sie als Hundehalter hierbei auf dem Fahrrad bzw. stehen auf Skiern.

Obedience

Diese Hundeportart, die übersetzt so viel wie Gehorsamkeit, Folgsamkeit oder auch Gefügigkeit heißt, wird als hohe (Hunde-) Schule der Unterordnung bezeichnet. In Deutschland ist sie noch relativ neu, in England hingegen wird sie schon seit mehreren Jahrzehnten ausgeübt. Neben verschiedenen Gehorsamkeitsübungen gehört bei Obedience das Apportieren von schweren Gegenständen, das Verhalten gegenüber Artgenossen und das Erteilen von Befehlen über größere Distanzen zu den Übungen. In Obidience-Wettbewerben wird das kooperative und kontrollierte Verhalten Ihres Vierbeiners überprüft und bewertet. Die Prüfungen sind in Beginner-Klasse sowie die Klassen 1 bis 3 eingeteilt. Grundvoraussetzung für Obedience ist eine eingespielte Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Vierbeiner, der schon einen gewissen Grundgehorsam mitbringen sollte. Besonders geeignete Rassen für diese Hundesportart gibt es nicht.

Was es zu beachten gilt

Ganz egal, ob Sie sich und Ihren Hund für Turniersport oder Hundesport "just for fun" in der Freizeit begeistern können: Das A und O ist die Regelmäßigkeit! Hundesportarten lasten Ihren Vierbeiner aus und stärken die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Liebling. Beachten Sie aber, dass nicht jeder Sport für jede Rasse geeignet ist. Informationen und hilfreiche Tipps hierzu erhalten Sie von Hundetrainern oder Ihrem Tierarzt. Wichtig für jede Hundesportart sind darüber hinaus regelmäßige Gesundheitschecks. Auch Hunde können Muskelkater bekommen und deshalb sollten Muskeln und Sehnen regelmäßig untersucht werden. Mit einer Hundehaftpflichtversicherung und einem Tierkrankenschutz sind Sie für alle Hundesportarten und anfallende Tierarztbesuche bestens gewappnet.

Verwendetes Bildmaterial

Foto: © Picture-Factory/fotolia.com

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