Wenn wir unsere Haustiere in öffentlichen Transportmitteln mitnehmen möchten, gilt es Rücksicht auf andere Fahrgäste zu nehmen. Doch wie ist das, wenn es außer Ihnen und Ihrem Vierbeiner nur noch die Fahrerin oder den Fahrer gibt? Welche Dos und Don‘ts sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie Tiere im Taxi mitnehmen wollen? Und gilt die Beförderungspflicht auch für Hunde und Katzen? Erfahren Sie hier, was Sie für Ihre nächste Taxifahrt wissen sollten.


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Beförderungspflicht für Tiere im Taxi

Taxifahrerinnen und Taxifahrer haben eine Beförderungspflicht. Das heißt, Sie können sich darauf verlassen, dass Sie und Ihr Gepäck von A nach B gebracht werden. Doch gilt das auch, wenn Sie einen Hund oder eine Katze dabei haben? Tatsächlich haben zwar unsere Vierbeiner kein eigenes Recht auf Beförderung, sie müssen jedoch trotzdem mitgenommen werden. Das liegt daran, dass unsere Haustiere vor dem Gesetz als unsere Sachen behandelt werden und damit quasi den gleichen Status wie unser Gepäck haben – übrigens auch, wenn es um „Gepäck“-Aufpreise gibt (wie bspw. in München mit einem Zuschlag von 60 Cent). Es gibt jedoch auch einige Regelungen, mittels derer Ihr Vierbeiner von der Fahrt ausgeschlossen werden kann. Umso wichtiger ist es, dass Sie neben der Gesetzeslage auch die wichtigsten Benimmregeln verinnerlicht haben.

Wann sind Tiere im Taxi verboten?

Die Taxifahrerin oder der Taxifahrer dürfen den Transport von Tieren in ihrem Auto verbieten, wenn sie unter einer Tierhaarallergie leiden oder Angst vor der Katze oder dem Hund haben – beides wohl sehr nachvollziehbare Gründe, zumal letzteres die Fahrsicherheit beeinträchtigen könnte und damit auch noch alle Mitfahrenden gefährdet. Auch, wenn das Tier während der Fahrt nicht ausreichend gesichert werden kann, darf die Mitnahme verweigert werden. Wird das getan, muss allerdings die Taxifahrerin oder der Taxifahrer in der Zentrale ein passendes Taxi anfordern. Am besten ist es also, Sie kündigen Ihre vierbeinige Begleitung direkt an, wenn Sie ein Taxi bestellen.

Sollten Sie sich zu Unrecht von der Fahrt ausgeschlossen fühlen, können Sie eine Verletzung der Beförderungspflicht beim örtlichen Straßenverkehrsamt anzeigen, was ein Bußgeld für die Fahrerin oder den Fahrer haben könnte. Dafür müssen Sie Angaben zum Datum, zur Uhrzeit, zum Nummernschild oder zur Konzessionsnummer des Taxis machen.

Tiere im Taxi sichern

Beim Autofahren mit der Katze ist eine Sicherung durch eine Transportbox unerlässlich. Bei Hunden – gerade größeren Rassen – kann das allerdings schwierig werden. Machen Sie sich also zuvor Gedanken darüber, wie Ihr Hund im Auto gesichert werden kann. Für kleine bis mittelgroße Hunde versprechen Autoboxen viel Sicherheit, doch selbst die faltbaren Modelle bedeuten recht sperriges zusätzliches Gepäck. Der Kofferraum ist größtenteils tabu, da in der Regel ein Sicherungsgitter zur Vorderbank fehlt, sodass bei einem Unfall das Tier durch den gesamten Wagen geschleudert werden könnte. Besser ist es, wenn Ihr Hund sich entspannt in den Fußraum setzen oder legen kann.

Benimmregeln für Tiere im Taxi

Für eine angenehme Fahrt sollte Ihr Liebling ans Autofahren gewöhnt sein und sich entsprechend entspannen können. Unruhiges Herumklettern und lautes Jaulen sind nicht nur nervig, sondern lenken die Fahrerin oder den Fahrer evtl. sogar vom Straßenverkehr ab. Außerdem sollten Sie bedenken, dass sie bei starker Verschmutzung des Innenraumes die Rechnung für die Reinigung tragen müssen. Behandeln Sie das Auto darum pfleglich und nehmen Sie am besten eine Decke mit, auf die sich Ihr Hund legen kann.

Das Tier-Taxi und Uber Pet

In vielen Regionen in Deutschland gibt es inzwischen sogenannte Tier-Taxis, die sich auf den Transport von Haustieren spezialisiert haben. Hier werden Sie keine Diskussionen führen müssen, ob Tiere im Taxi erlaubt sind. Dafür sollten Sie ein Tier-Taxi in der Regel langfristiger vorbestellen. Für kurzfristigere Fahrten mit Hund und Katze gibt es – leider bisher noch nicht in Deutschland – Uber Pet. Der bekannte Fahrtdienstleister Uber will es damit Haltenden und Ihren Vierbeinern erleichtern, für einen kleinen Aufpreis schnell von A nach B zu kommen. Bis der Dienst auch nach Deutschland kommt, werden wohl Tiere im Taxi mitfahren müssen.

Foto: © DoraZett/Adobe Stock

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