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Spürhunde können Gerüche unterscheiden
Krankheiten führen meist zu Schäden und Veränderungen im Körper, dadurch kann sich auch der Geruch verändern. Einige Erkrankungen setzen bestimmte Duftstoffe frei. Einige Vierbeiner können ausgebildet werden, diese Duftstoffe zu erkennen und anzuzeigen. So gibt es Spürhunde, die beispielsweise Tumore, Diabetes oder einige virale Krankheiten riechen können. Einige erkennen sogar frühe Anzeichen eines epileptischen Anfalls und können ihren Besitzer vorher warnen.
Die unterschiedlichen Gerüche werden von uns in dieser Form nicht wahrgenommen, die Hunde können den Unterschied aber erkennen. Experten gehen davon aus, dass dies auch beim Coronavirus SARS-CoV-2 der Fall sein wird. Allerdings ist noch unklar, welche Substanzen den „typischen“ Geruch erzeugen.
Forschern aus Finnland ist es nach nur drei Wochen Training bereits gelungen, Tumor-Spürhunden beizubringen, den Unterschied zwischen normalem Urin und dem Urin eines Coronavirus-Patienten zu erschnüffeln. Auch Großbritannien und USA trainieren bereits mit Hunden, die das Coronavirus aufspüren sollen.
Können sich die Corona-Spürhunde beim Training anstecken?
Aber auch hierzulande wird geforscht. Das Deutsche Assistenzhunde-Zentrum hat ebenfalls eine Gruppe mit potenziellen Corona-Spürnasen gegründet. Zurzeit werden sichere Proben für das Training vorbereitet. Das „Übungsvirus“ wurde vorher von Virologen inaktiviert, sodass sich weder Mensch noch Hund beim Trainieren infizieren können.
Auch die Tierärztliche Hochschule Hannover hat ein Forscherteam bereitgestellt und trainiert mit Spürhunden der Bundeswehr. Diese trainieren allerdings nicht mit Urin, sondern mit Speichelproben von Coronavirus-Patienten. Weitere Informationen zu den Forschungen der Tierärztlichen Hochschule Hannover mit Corona-Spürnasen finden Sie hier: Schnüffelnd zu Coronadiagnose.
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Was sind die Vorteile der Corona-Spürhunde?
Wenn es gelingt, die Hunde auf den Geruch des Virus zu trainieren, dann können Erkrankte viel schneller entdeckt werden. Bei derzeitigen Coronavirus-Tests kann es bis zu 24 Stunden dauern bis ein Ergebnis vorliegt. Spürhunde können sofort anschlagen, sobald sie den Geruch des Virus wahrnehmen.
Eine schnelle Bestimmung der Erkrankten kann vor allem in Krankenhäuser, Pflegeheimen, großen Firmen oder bei Reisenden am Flughafen von Vorteil sein, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Ergebnis kann später durch herkömmliche Testverfahren im Labor noch einmal bestätigt werden, die Ausbreitung könnte jedoch schneller eingedämmt werden.
Verwendetes Bildmaterial
Foto: © Couperfield / Adobe Stpck