Das Risiko einer chronischen Niereninsuffizienz bei Hunden, kurz CNI, steigt mit zunehmendem Alter. Doch die Krankheit tritt nicht nur bei älteren Vierbeinern auf. Der Auslöser kann in vielen Fällen nicht genau identifiziert werden. Das tückische an der Krankheit: Sie bleibt zu Anfang meist unentdeckt.

Chronische Niereninsuffizienz bei Hunden: Auswirkungen

Die Niere ist ein äußerst leistungsfähiges Organ. Bei Beeinträchtigungen bestimmter Nierenteile übernimmt die restliche Niere die notwendige Arbeit. Dies schafft sie sehr lange – erste deutliche Symptome werden in der Regel erst wahrgenommen, wenn bereits Zweidrittel der Niere geschädigt sind. In diesem Zustand ist die Niere nicht mehr in der Lage, die lebensnotwendigen Aufgaben zu erfüllen.

Anzeichen chronischer Niereninsuffizienz bei Hunden

Wichtige Aufgaben der Niere sind zum Beispiel Abfallprodukte auszuscheiden und Urin zu konzentrieren. Gelingt dies nicht mehr, reichern sich Giftstoffe im Körper an. Mögliche Anzeichen einer chronischen Niereninsuffizienz sind dann unter anderem:

  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Vermehrter Durst und Harnabsatz
  • Verdauungsbeschwerden (z.B. Erbrechen, Durchfall,..)
  • Mundgeruch

Chronische Niereninsuffizienz bei Hunden: Diagnose

Bei Verdacht auf eine chronische Niereninsuffizienz des Hundes entnimmt der Tierarzt in der Regel eine Blutprobe. Bei der Blutuntersuchung im Labor sind dann die Harnstoff – und Kreatininwerte ausschlaggebend – bei einer chronischen Niereninsuffizienz sind beide Werte gering- bis mittelgradig erhöht. Auch eine Urinuntersuchung kann für die Diagnose hilfreich sein. Bei Verdacht auf eine chronische Niereninsuffizienz beim Hund sollte in jedem Fall unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Ursachen einer chronischen Niereninsuffizienz bei Hunden

Die chronische Niereninsuffizienz ist in erster Linie eine Erkrankung älterer Tiere. Die Funktion der Nieren nimmt im Laufe des Alters ab. Darüber hinaus kann eine chronische Niereninsuffizienz auch als Folge einer vorherigen akuten Niereninsuffizienz auftreten. Dabei kann die Niere dann gegebenenfalls durch Infektionskrankheiten wie Leptospirose oder Harnrückstau bei Harnsteinen irreversibel geschädigt werden.

Chronische Niereninsuffizienz bei Hunden: Vorsorge

Um das Risiko einer chronischen Niereninsuffizienz bei Ihrem Vierbeiner zu minimieren, ist es unter anderem ratsam, die Ernährung zu beachten. Besonders bei älteren Tieren, dessen Nieren altersbedingt nicht mehr voll arbeiten können, sollte eine Ernährung gewählt werden, die die Nieren schont – ein reduzierter Natrium- und Phosphorgehalt ist dabei wichtig. Da die Krankheit lange unentdeckt bleiben kann, ist zusätzlich ein jährlicher Check beim Tierarzt ratsam. Durch regelmäßige Blutuntersuchungen können dann frühzeitig erhöhte Nierenwerte erkannt werden. Eine Hundekrankenversicherungkann für Tierhalter eine optimale Absicherung gegen ausufernde Tierarztkosten sein.

Foto: © carloscastilla/fotolia.com

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