Zu bestimmten Zeiten im Jahr verändern weibliche Katzen ihr Wesen schlagartig. Dies hängt mit der sogenannten Rolligkeit der Samtpfoten zusammen. Doch was versteht man unter diesem Begriff? In unserem Artikel haben wir Informationen zum Thema Rolligkeit zusammengefasst und herausgefunden, was genau sich während der Fortpflanzungsphasen im Körper der Katze abspielt.

Der Sexualzyklus der Katze

Der Sexualzyklus der weiblichen Katze unterscheidet sich stark von dem des Hundes und anderen Tierarten. In der Fachsprache spricht man von einem „saisonal polyöstrischen“ Zyklus. Dies bedeutet, dass die Brunstzyklen nur in gewissen Jahreszeiten auftreten, dann aber in regelmäßigen Abständen. Hauptbrunstphase ist von Februar bis September. Hierfür ist vor allem die Dauer der Lichteinwirkung ausschlaggebend. Wenn die Tage länger werden und die Lichteinwirkungsdauer 12 Stunden oder mehr pro Tag beträgt, setzt die sexuelle Aktivität der Kätzin ein. Hat eine Katze in dieser Zeit keinen Kontakt zu einem Kater, wird sie alle zwei bis drei Wochen rollig.

Verhalten der Katze während der Rolligkeit

Die Rolligkeit besteht aus der Vorbrunst und der eigentlichen Brunstphase. Diese Phasen werden durch den Anstieg der Sexualhormone Progesteron und Östrogen im Blut eingeleitet. Der Eintritt der Rolligkeit ist bei Katzen ausschließlich durch Verhaltensveränderungen bemerkbar. Zu Beginn sind die kleinen Vierbeiner extrem anhänglich und verschmust. Gleichzeitig miauen sie jedoch viel und verhalten sich aggressiv gegenüber Katern. Diese Aggression nimmt nach wenigen Tagen allerdings merkbar ab. Ab dem dritten Tag circa wirken sie sehr unruhig und reiben und wälzen sich auf dem Boden. Auf dem Höhepunkt der Rolligkeit wird die sogenannte Deckposition eingenommen:Katze hockt auf den Vorderbeinenscharrt mit den Hinterbeinenbiegt den Rücken durchlegt den Schwanz zur Seite

Dauer der Rolligkeit

Die Rolligkeit endet nach dem Eisprung, der durch den Deckakt ausgelöst wird. Um eine Befruchtung sicherzustellen, muss dieser drei bis fünf Mal innerhalb von zwei Stunden wiederholt werden. Erfahrene Züchter berücksichtigen dies und lassen ihren Zuchtkater nur zwei Stunden täglich zur rolligen Zuchtkätzin.Rolligkeit ist also ein natürlicher Vorgang im Leben einer jeden Kätzin. Nicht nur für die Samtpfoten können diese Monate besonders anstrengend sein. Auch Katzenhalter müssen mit den „Stimmungsschwankungen“ ihrer Lieblinge während der Rolligkeit leben und umgehen können.

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