Wozu die Reizangel?

Die Reizangel besteht aus einem zwei bis drei Meter langen Stab und einem etwa gleich langen Seil. An diesem kann man beispielsweise einen Futterbeutel als Beuteersatz befestigen. Das Training mit der Reizangel kann den angeborenen Jagdtrieb des Hundes fördern, aber auch kontrollieren und ein schönes Spielzeug für den Familienhund sein. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Zwei- und Vierbeiner stärkt zudem die Bindung und Sie als Besitzer lernen die Körpersprache Ihres Hundes besser kennen. Bei richtiger Anwendung ist die Reizangel ein tolles Hilfsmittel zum Üben der Impulskontrolle. Bei Jagdhunden übt man so erwünschtes Verhalten wie das Vorstehen oder Nachsuchen.

Vorbereitungen

Zu aller erst gilt es die Frage aller Fragen zu beantworten: Was soll mein Vierbeiner durch das Training lernen? Denn wenn Hunde einfach hinter der Beute her hetzen dürfen, fördert das unkontrolliertes Jagen und führt womöglich zu dem ein oder anderen Alleingang während des Spaziergangs. Vom Ziel des Reizangeltrainings ist auch die Art der Übungen abhängig. Anleitungen und Tipps kann man in Hundeschulkursen oder in Erfahrungsberichten im Internet finden. Für Sie als Hundebesitzer sind vorab eventuell Trockenübungen notwendig, um den richtigen Umgang mit der Angel herauszufinden. Außerdem kann ein Helfer, der beobachtet wie der Hund auf die Reize reagiert, von Vorteil sein. Grundlegende Kommandos wie Aus, Sitz, Steh und Platz sollte Ihr Vierbeiner schon kennen.

Gesundheit

Das Reizangeltraining sollte nur mit gesunden Fellnasen stattfinden und an Alter, Körperbau und Ausbildungsstufe des Vierbeines angepasst werden. So kann es zu einer besseren Kondition führen und den Muskelaufbau fördern. Am Anfang jeder Trainingseinheit steht außerdem ein Warm-up, um Verletzungen beim Vierbeiner zu vermeiden. Besondere Vorsicht gilt bei Welpen, die durch den Zahnwechsel mit Schmerzen geplagt sind: Im schlechtesten Fall verbinden sie die Schmerzen mit dem Packen der Beute im Training. Besonders aktive Fellnasen haben ein hohes Verletzungsrisiko und sind mit dem Tierkrankenschutz von AGILAbestens abgesichert. Drei Tipps zum Schluss:

  • Auch beim Reizangeltraining gilt es kreativ zu sein. Anregungen zu verschiedenen Übungen können Sie in zahlreichen Videos finden.
  • Für eine erfolgreiche Ausbildung oder ein gezieltes Antijagdtraining sollten Sie immer einen erfahrenen Hundetrainer aufsuchen.
  • Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Und am Schönsten ist es für den Vierbeiner, wenn er Erfolg (Beute) hat. Das Training mit der Reizangel schließt darum immer mit einem Erfolg für Ihren Vierbeiner.
Verwendetes Bildmaterial

Foto: © mfotohaus/fotolia.com

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