Revierkämpfe unter Katzen sind keine Seltenheit und eigentlich auch nichts, worum man sich als Besitzer große Sorgen machen muss. Diese Rangeleien sind eine natürliche Angewohnheit. Die Geschichte meines Arbeitskollegen Sven und seines Katers Goethe hat mich jedoch dazu veranlasst, einen Artikel über die Gefahren zu schreiben, die Revierkämpfe trotz aller Normalität für Ihre Samtpfoten bergen.

Kleiner Kratzer - große Wirkung

Goethe kämpfte vor einiger Zeit um sein neues Revier und trug äußerlich nur einen Kratzer auf dem Rücken davon. Seine Besitzer sahen die Verletzung, aber da sie sehr klein und unauffällig war, machten sie sich keine weiteren Gedanken. Nach ein paar Tagen bemerkten sie jedoch, dass Goethe seinen Schwanz nicht richtig heben konnte und sich auch sonst kaum bewegen wollte. Beim Gehen schien er Probleme zu haben und nicht einmal mehr sein Nassfutter konnte ihn reizen, aufzustehen. Natürlich ging es direkt zum Tierarz. Der musste feststellen, dass sich der harmlos aussehende Kratzer zu einer ausgewachsenen Entzündung entwickelt hatte. Diese breitete sich unter der Haut aus und rief bereits im hinteren Bereich der Wirbelsäule Lähmungserscheinungen hervor. Nun wurde klar, warum Goethe sich nicht mehr richtig bewegen wollte und konnte. Eine solche Entzündung sollte man keinesfalls unterschätzen.  An der Wirbelsäule liegen viele Nerven, die zu einer dauerhaft eingeschränkten Bewegungsfreiheit führen können. Das möchte sicherlich niemand für seinen geliebten Vierbeiner. Goethe hat noch einmal Glück gehabt, dass seine Entzündung dank der aufmerksamen Beobachtung seiner Besitzer so schnell entdeckt werden konnte. Er bekam zwei Spritzen und einige Tabletten für zu hause. Mittlerweile geht es ihm zum Glück wieder besser und er erfreut sich bester Gesundheit!

Entzündungen und weitere schwere Folgen verhindern

Mit folgenden Tipps können Sie schwere Folgen von Verletzungen nach Revierkämpfen verhindern:

  • Lassen Sie Ihre Katzen regelmäßig impfen! So können Übertragung und Ausbruch gefährlicher Krankheiten verhindert werden.
  • Untersuchen Sie Ihre Katzen regelmäßig, insbesondere nach Raufereien von denen Sie mitbekommen haben. Schauen Sie nach Wunden oder Bissverletzungen.
  • Beobachten Sie Ihre Katze immer gut und achten auf Verhaltensauffälligkeiten- und Änderungen.
  • Schließen Sie eine Katzenkrankenversicherung für Ihren Liebling ab. So sind Sie auf der sicheren Seite, falls es zu Entzündungen oder sonstigen Erkrankungen kommt. In diesen Fällen übernimmt die Versicherung Ihre Tierarztkosten und Sie können sich ohne finanzielle Sorgen ganz um die Genesung Ihrer Samtpfoten kümmern. Auch die jährlichen Schutzimpfungen übernimmt eine Krankenversicherung für Katzen.

Foto: © Nadine Haase/fotolia.com

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