Sitz, Platz, Pfötchen.... Kommandos, die nicht nur jeder Hundebesitzer, sondern wohl auch so gut wie jeder Hund kennt. Aber mittlerweile hört es dort nicht mehr auf. Der Hund lernt inzwischen richtige Tricks. Ob "In die Arme springen", "Schubkarre fahren", ein einfaches Kopfschütteln oder Umfallen auf Kommando, es gibt nichts was es nicht gibt. Aber haben die Hunde daran wirklich noch Spaß oder sind diese Tricks doch ein wenig zu viel? Unsere Meinungen zu diesem Thema gehen etwas auseinander. 

 

Franziska: Spiel und Spaß für Hund und Besitzer

Wieso sollte man seinem Liebling denn keine Tricks beibringen? Das standardmäßige „Sitz“ und „Platz“ ist doch absolut langweilig, nichts Besonderes und vor allem ja eine Selbstverständlichkeit in der Hundeerziehung. Aber Tricks, die darüber hinausgehen, sind doch witzig. Das Erlernen und besonders die Präsentation vor Freunden, Bekannten oder anderen Hundebesitzern macht nicht nur uns Spaß, sondern auch dem Vierbeiner. Durch Tricks lernt der Hund spielerisch Gehorsam und trainiert dabei auch noch, je nach Kunststück, seine Fitness und vor allem seine Intelligenz. So können regelmäßiges Training und die Bewegung mit dem Hund Krankheiten und den daraus resultierenden horrenden Tierarztkosten vorbeugen. Hunde möchten gefordert und gefördert werden, Tricks sind da eine super Möglichkeit. Dass der Hund daran Spaß hat, kann man ganz leicht an seinem Eifer und seiner Freude erkennen, die er sicherlich an den Tag legt, wenn gerade Gelerntes mit einem Leckerli und Streicheleinheiten belohnt wird. Wenn ich einen Hund habe, werde ich ihm auf jeden Fall auch Tricks beibringen!  

Greta: So ein Zirkus! Der arme Hund

Was will Frauchen/Herrchen denn jetzt schon wieder? Das muss sich der Hund doch fragen, wenn er wieder zu Tricks antreten muss und eine „Pistole“ auf ihn gerichtet wird oder ihm die Hinterbeine weggezogen werden. Das ist Stress für das Tier, zumal viele nicht verstehen, warum ihr Besitzer auf einmal so einen Hampelmann um sie herummacht. „Sitz“ und „Platz“ sind notwendig für den Alltag, damit der Hund in gewissen Situationen ruhig bleibt. Tricks sind allerdings nur unnötiges Tamtam, denn man kann den Hund auch auf andere Weise fördern: Es gibt zahlreiche Intelligenzspielzeuge, mit denen er sich selbstständig nach eigenem Wunsch beschäftigen kann. Außerdem lastet ausgiebiges Spielen im Park das Tier ebenfalls genügend aus und macht auch dem Hund Spaß. Schließlich sollte er als Partner und nicht als dressierte Lachnummer für die Freunde gesehen werden. Der Hund sollte selbst entscheiden können, worauf er Lust hat. Einfach die Treue und Zuneigung der Tiere für den eigenen Spaß auszunutzen geht gar nicht.  

Reicht Ihnen das altbekannte „Sitz“ und „Platz“ oder haben Sie Ihren Vierbeinern noch andere Tricks beigebracht? Erzählen Sie es uns auf Facebook!

Foto: © Rita Kochmarjova/fotolia.com

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