HATSCHI! Verzeihung, so eine Erkältung ist wirklich ärgerlich. Aber mit ein wenig Ruhe, Taschentüchern und Nasenspray bewaffnet, hat man sie in der Regel schnell im Griff. Doch wie sieht es aus, wenn unsere Katzen sich erkälten und einen Schnupfen bekommen? Wir haben uns für Sie über die Symptome informiert und Ihnen einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihrer Samtpfote durch diese Zeit helfen können.

Erkältung erkennen – die Symptome

Ist eine Katze erkältet, leidet also an einem sogenannten Katzenschnupfen, hat sie häufig tränende Augen, eine laufende Nase und niest vermehrt. Auch eine geringere Nahrungsaufnahme und vermehrte Müdigkeit können Anzeichen für eine Erkältung sein. Wenn Sie eine Erkältung bei Ihrer Fellnase befürchten, sollten Sie zunächst überprüfen, ob sie auch Fieber hat. Bei sehr umgänglichen Samtpfoten, können Sie die rektale Temperatur vorsichtig selbst messen. Dazu eignet sich ein normales, möglichst schnell messendes, digitales Fieberthermometer, auf das Sie etwas Gleitmittel wie beispielsweise Vaseline auftragen. Eine zweite Person sollte die Katze dabei vorsichtig festhalten. Bei Katzen liegt die normale Körpertemperatur in Ruhe zwischen 38 und 39 Grad Celsius.

Bei erhöhter Temperatur oder starken Erkältungsanzeichen sollten Sie in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen, denn einige Viren und Bakterien können sehr schwere Symptome auslösen. Dazu gehören hohes Fieber, starke Schleimbildung in der Nase, Husten und vereiterte Augen. Der Tierarzt kann zudem andere Schnupfenursachen ausschließen und Folgeschäden vermindern. Übrigens: Eine rechtzeitige und vollständige Impfung kann Ihren Vierbeiner vor bestimmten Viren und Bakterien schützen, die häufig eine Erkältung bei Katzen auslösen.

Eine Katzenkrankenversicherung übernimmt die Tierarztkosten, sodass Sie sich voll und ganz auf die Genesung Ihres Lieblings konzentrieren können.

Tipps bei einer Erkältung Ihrer Katze

1. Wischen Sie Ihrem vierbeinigen Liebling Nase und Augen regelmäßig mit einem feuchten Tuch sauber. Sie können dabei auch sanft in Richtung Nasenloch über den Nasenrücken reiben, um den Schleim auszustreichen. Das Inhalieren mit isotoner Kochsalzlösung kann bei einer Erkältung helfen, den Schleim zu lösen.

2. Erkältete Freigängerkatzen sollten ein paar Tage im Haus bleiben, bis sie wieder gesund sind. 

3. Ausreichend Ruhe und liebevolle Pflege von Herrchen und Frauchen helfen auch Katzen, schnell wieder fit zu werden.

4. Sorgen Sie dafür, dass es Ihre Samtpfote in der Wohnung schön warm hat.

5. Mit einem verstopften Näschen können auch Katzen nicht so gut essen. Teilweise können zudem offene Stellen auf Zunge und Zahnfleisch, die beim Fressen schmerzen, eine Erkältung begleiten. Damit Ihr Liebling bei Kräften bleibt, bieten Sie ihm daher gern besonders schmackhafte Nahrung an und probieren Sie, ob er trockenes oder feuchtes Futter gerade lieber frisst.

6. Besonders wichtig ist eine hohe Flüssigkeitsaufnahme der Fellnase. Helfen kann hier ein Trinkbrunnen, der einen Wasserlauf simuliert. Das mögen Katzen lieber als stehendes Wasser in einem Napf.

7. Wenn die empfindliche Haut an der Nase unter der Erkältung leidet, können Sie diese mit ein wenig Vaseline pflegen.

8. Sollte der Schleim zunehmen, eitrig und zähflüssig werden, bringen Sie Ihre Samtpfote in jedem Fall zum Tierarzt!

9. Vorsicht, Ansteckungsgefahr: Wenn Ihr Vierbeiner erkältet ist, sollten Sie das Spielen mit Artgenossen vorübergehend verhindern, damit Ihre Katze die Erreger nicht an andere weitergibt.

10. Geben Sie Ihrem kranken Liebling auf keinen Fall Medikamente, ohne dies mit Ihrem Tierarzt abzusprechen. Vor allem mit Erkältungsmitteln für Menschen sollten Sie nicht experimentieren. Heilungsversuche, beispielsweise mit Paracetamol, können für Katzen tödlich enden.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, ist die Erkältung sicherlich bald vergessen und Ihr Liebling wieder putzmunter. In diesem Sinne wünschen wir allen erkälteten Zwei- und Vierbeinern gute Besserung!

Wie pflegen Sie Ihre Samtpfote, wenn sie erkältet ist? Erzählen Sie es uns bei Facebook

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

 

Foto: © katyamaximenko/fotolia.com

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