So ein grippaler Infekt kann uns Menschen manchmal ganz schön aus der Bahn werfen, doch wie es mit einer Erkältung bei Katzen? Im folgenden Artikel finden Sie einige Tipps, mit denen Sie Ihrer Samtpfote durch diese Zeit helfen können.

Inhaltsverzeichnis:


Was ist eine Erkältung bei Katzen?

Katzen können sich, wie wir Menschen, eine Erkältung einfangen – man spricht dann auch von einem Katzenschnupfen. Dieser kann harmlos ablaufen, aber auch mit schweren Symptomen einhergehen. Dann sollten Sie auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen und Ihren Vierbeiner untersuchen lassen. Bei einer normalen Erkältung sollte es Ihrer Katze allerdings nach ein paar Tagen wieder besser gehen. Verschiedene Viren und Bakterien kommen als Erkältungsauslöser infrage. Dass Ihre Katze Sie ansteckt – oder andersherum - ist nur bei wenigen Erregern theoretisch möglich und kommt sehr selten vor.

Erkältung bei Katzen: Symptome

Eine Erkältung bei Katzen löst häufig tränende Augen, eine laufende Nase und vermehrtes niesen aus. Viele fressen weniger und sind auffallend müde und schlapp. Wenn Sie eine Erkältung bei Ihrer Samtpfote befürchten, sollten Sie zunächst überprüfen, ob sie auch Fieber hat. Wenn Ihre Katze sehr umgänglich ist, dann können Sie versuchen, die Temperatur selbst zu messen. Dazu eignet sich ein möglichst schnell messendes, digitales Fieberthermometer.

Auf der folgenden Grafik zeigen wir Ihnen, wie Sie bei Ihrer Katze richtig Fieber messen (zum Vergrößern der Grafik bitte anklicken):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die normale Temperatur liegt bei Katzen zwischen 38 und 39 Grad Celsius. Das ist die Temperatur im Ruhezustand, diese kann sich bei Stress oder nach dem Spielen erhöhen. Das heißt dann aber nicht gleich, dass es sich um Fieber bei der Katze handelt. Bei erhöhter Temperatur oder starken Erkältungsanzeichen sollten Sie in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen. Denn einige Viren und Bakterien können sehr schwere Symptome auslösen, dazu gehören:

  • hohes Fieber
  • starke Schleimbildung in der Nase
  • Husten
  • und vereiterte Augen.

Der Tierarzt kann zudem andere Schnupfenursachen ausschließen und Folgeschäden vermindern. Eine Katzenkrankenversicherung übernimmt die Tierarztkosten für eine Erkältung bei Katzen, sodass Sie sich voll und ganz auf die Genesung Ihres Lieblings konzentrieren können.

Ist Ihre Katze nur ein wenig schlapp und schläft viel, beobachten Sie sie erst einmal. Denn so eine Fahrt zum Tierarzt ist für viele Samtpfoten sehr stressig und der Gesundheitszustand könnte sich dadurch verschlechtern.

Erkältung bei Katzen: Ursachen

Viele Katzen, vor allem Freigänger, überschätzen sich oft. Sie laufen auch bei Kälte, Regen und Sturm draußen rum. Gerade jüngere Katzen, die noch nicht so ein starkes Immunsystem haben, können sich so schnell eine Erkältung einfangen.

Katzen stecken sich untereinander mit Viren oder Bakterien an. Hier sind ebenfalls Freigänger gefährdeter, da sie regelmäßig Kontakt zu fremden Katzen haben und sich so leichter infizieren. Aber auch Wohnungskatzen können sich erkälten. Ist es im Winter zu kalt, sind die Nasenschleimhäute von der Heizungsluft ausgetrocknet oder zieht es, sind sie anfälliger für hereingetragene Erkältungserreger.

Tipps gegen eine Erkältung bei Katzen

  1. Lassen Sie Freigänger ein paar Tage im Haus, damit sie sich ausruhen können.
  2. Machen Sie es Ihrer Katze im Haus gemütlich. Suchen Sie ihr ein warmes, zugfreies Plätzchen, damit sie sich von der Erkältung erholen kann. Besonders Plätze an der Heizung sind bei kränkelnden Katze beliebt.
  3. Wischen Sie Ihrem Liebling regelmäßig den Schlaf aus den Augen und entfernen Sie Verkrustungen an der Nase. Das funktioniert am besten mit einem feuchten, lauwarmen Tuch oder einem Wattebausch. Spülen Sie Augen und Nase nur mit klarem Wasser aus.
  4. Das Inhalieren mit isotoner Kochsalzlösung kann bei einer Erkältung bei Katzen helfen, den Schleim zu lösen.
  5. Mit einem verstopften Näschen können auch Katzen nicht so gut fressen. Damit Ihr Liebling bei Kräften bleibt, bieten Sie ihm daher besonders schmackhafte Nahrung an.
  6. Auch bei Katzen ist eine Flüssigkeitsaufnahme während einer Erkältung besonders wichtig. Damit Ihr Vierbeiner auch ausreichend trinkt, könnte ein Trinkbrunnen, der einen Wasserlauf simuliert, helfen. Viele Katzen mögen das lieber als stehendes Wasser in einem Napf.
  7. Viel Ruhe und liebevolle Pflege von Herrchen und Frauchen helfen auch Katzen bei einer Erkältung, schnell wieder fit zu werden.
  8. Wenn die empfindliche Haut an der Nase unter der Erkältung leidet, können Sie diese mit ein wenig Vaseline pflegen.
  9. Sollte der Schleim eitrig und zähflüssig werden, bringen Sie Ihre Samtpfote in jedem Fall zum Tierarzt!
  10. Vorsicht Ansteckungsgefahr: Wenn Ihr Vierbeiner erkältet ist, sollten Sie das Spielen mit Artgenossen vorübergehend verhindern, damit Ihre Katze die Erreger nicht an andere weitergibt.
  11. Geben Sie Ihrem kranken Liebling auf keinen Fall Medikamente, ohne das mit Ihrem Tierarzt zu besprechen. Vor allem mit Erkältungsmitteln für Menschen sollten Sie nicht experimentieren. Heilungsversuche, beispielsweise mit Paracetamol, können für Katzen tödlich enden.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, ist eine Erkältung bei Katzen sicherlich bald vergessen und Ihr Liebling wieder putzmunter. In diesem Sinne wünschen wir allen erkälteten Zwei- und Vierbeinern gute Besserung!

Übrigens: Eine rechtzeitige und vollständige Impfung kann Ihren Vierbeiner vor bestimmten Viren und Bakterien schützen, die häufig eine Erkältung bei Katzen auslösen.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

 

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