Schlafen, Fressen, ein Nickerchen, ein Spaziergang und danach wieder gemütlich hinlegen und die Augen schließen – Hund müsste man sein. Aber mal ehrlich: Wie lange sollten Hunde eigentlich schlafen und ist so viel Schlaf noch normal? Über den ganzen Tag verteilt gönnen sich Hunde immer wieder kleine Nickerchen und dösen vor sich hin. Doch keine Sorge, der Vierbeiner ist kein extremer Faulpelz, der den ganzen Tag verpennt. Denn wer seinen Hund genau beobachtet, merkt schnell, dass er meist trotzdem alles mitbekommt, was um ihn herum geschieht. Sobald man Futternapf oder Leine in die Hand nimmt, ist er plötzlich wieder hellwach und steht schwanzwedelnd vor Herrchen und Frauchen.

Hunde sind Tagdöser

Bei ihren Nickerchen fallen Hunde nur in einen sehr leichten Schlaf, aus dem sie in Sekundenschnelle wieder aufwachen, wenn etwas Interessantes passiert. Wenn sie die Augen schließen, übernehmen Ohren und Nase die Kontrolle und bleiben aufmerksam. Deshalb sind diese Nickerchen auch nicht so erholsam wie der richtige Tiefschlaf, in den die Fellnasen nachts fallen. Das Ruhebedürfnis ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Fünf bis acht Stunden Tiefschlaf pro Tag sind normal. Beziehungsweise pro Nacht. Denn Hunde passen ihren Schlafrhythmus sehr stark an den Tagesablauf ihres Besitzers an. Sie schlafen, wenn ihr Herrchen oder Frauchen schläft. Weil sie aber insgesamt mehr Schlaf benötigen, legen Hunde tagsüber immer mal wieder ein Nickerchen ein. Wenn Ihr Hund den ganzen Tag lang träge ist und gar nicht richtig wach zu werden scheint, plötzlich viel mehr schläft als üblich oder einer sehr lebhaften Hunderasse angehört, aber trotzdem nur döst, sollten Sie ihn jedoch einmal von einem Tierarzt untersuchen lassen.

Hunde schlafen, Hunde träumen

Vielleicht haben Sie es bei Ihrem Vierbeiner auch schon einmal beobachtet: Viele Hunde träumen. Wenn die Lefzen zucken, mit den Beinen gezappelt oder im Schlaf leise gebellt wird, sind das klare Anzeichen für einen intensiven Hundetraum. Die meiste Zeit schlafen Hunde allerdings traumlos und sammeln Energie für den nächsten Tag. Aber auch Albträume gibt es bei unseren Lieblingen. Wenn Ihr Vierbeiner im Schlaf am ganzen Körper stark zittert, wecken Sie ihn vorsichtig und sanft auf. Bei fremden Hunden ist davon abzuraten, sie einfach zu wecken, da manche Hunde unbeabsichtigt aggressiv darauf reagieren.

Der perfekt Schlafplatz

Auch Hunde schlafen am liebsten und erholsamsten an einem gemütlichen Plätzchen. Wenn Sofa und Bett für den Hund tabu sind, sollten Sie ihm daher ein gemütliches Körbchen als Rückzugsort anbieten. Der Hundekorb sollte in jedem Fall der Größe des Hundes entsprechen, sodass er sich darin problemlos ausstrecken kann. Viele Fellnasen wühlen sich eine kleine Kuhle in ihre Schlafunterlage. Dieses Verhalten haben sie von ihren Vorfahren geerbt, es sorgt für die gewünschte Geborgenheit. Die Schlafstätte des Hundes sollte nicht direkt neben einer Heizung oder an einem Ort mit Zugluft platziert werden. Dann steht dem erholsamen Hundeschlaf nichts mehr im Wege.

Ist auch Ihr Hund ein Meister im Nickerchen halten? Oder macht er lustige Bewegungen und Laute, wenn er träumt? Erzählen Sie uns davon auf Facebook.

Foto: © Nagel's Blickwinkel/fotolia.com

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