Apfelessig wird eine große Zahl nützlicher Wirkungen zugeschrieben, sei es für eine verbesserte Verdauung, reine Haut oder glänzendes Haar. Was bei uns Menschen so viel Gutes tut, kann für unsere Vierbeiner doch auch nicht schlecht sein, oder?

Natürliche Spülung für glänzendes Fell

Apfelessig hat den großen Vorteil, ein Naturprodukt zu sein, Sie müssen sich also auf jeden Fall keine Sorgen über chemische Zusatzstoffe machen. Mit ausreichend Wasser (ungefähr ein Esslöffel Essig auf einen halben Liter Wasser) vermischt wird er zu einer natürlichen, geruchsreduzierenden Spülung, die für glänzendes Fell sorgt und auf der Haut entzündungshemmend wirkt sowie den Haut-pH-Wert ausgleicht. Empfindliche Bereiche wie Augen und Ohren sollten selbstverständlich ausgespart werden. Ein weiteres Plus: Die Säure ist bei Parasiten wie Flöhen und Zecken ganz und gar nicht beliebt, weshalb regelmäßiges Abtupfen oder Abspülen des Fells mit dem Essig-Wasser-Gemisch eine schonende Vorsorge sein kann.

Im Trinken und Essen

So wie bei uns Menschen kann auch bei Hunden und Katzen etwas Apfelessig ins Trinken gemischt werden. Schädliche Bakterien sollen damit abgetötet und die Verdauung angeregt werden, was Magen-Darm-Erkrankungen vorbeugt. Außerdem entgiftet das Naturprodukt die Harnwege. Bei einer Blasenentzündung können Sie Ihren Tierarzt also darauf ansprechen, ob der Essig zusätzlich zu der medizinischen Behandlung verabreicht werden kann, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Damit Ihr Liebling die Mischung trotz des eigenwilligen Geschmacks zu sich nimmt, können Sie zum Beispiel für Katzen einen viertel Teelöffel Apfelessig mit einem Teelöffel Hühnerbrühe vermischen und in das Essen einrühren.

Nicht bei jedem Tier beliebt

Trotz seiner positiven Wirkung ist das Mittel nicht jedem genehm, sowohl unter den Zwei- als auch Vierbeinern. Sein stechender Geruch kann die empfindlichen Hunde- und insbesondere Katzennasen reizen, weshalb es so wichtig ist, ihn immer mit ausreichend Wasser zu verdünnen. Doch auch dann mögen einige Tiere das Gemisch nicht in ihre Nähe lassen. In diesem Fall sollten Sie Ihrem Liebling das natürliche Pflegemittel nicht aufzwingen und stattdessen nach Alternativen Ausschau halten. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Apfelessig das Richtige für Ihr Tier ist (zum Beispiel bei einem Vierbeiner mit besonders empfindlicher Haut) oder welche Mengen sinnvoll sind, sollten Sie zunächst mit Ihrem Tierarzt sprechen.

Foto: © chalabala/Adobe Stock

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