Wie Hund und Katz‘ benehmen sich manche Zweibeiner, wenn es um genau diese Vierbeiner geht. Streitigkeiten wegen Hunden oder Katzen sind nicht selten, besonders in Nachbarschaftsverhältnissen können sie zu der ein oder anderen unschönen Auseinandersetzung führen. Doch eine Gerichtsverhandlung ist in den seltensten Fällen eine sinnvolle Lösung. Die Alternative: Mediation.

Was ist Mediation?

Zuerst einmal nicht zu verwechseln mit Meditation. Denn bei Mediation geht es nicht in erster Linie um Entspannung, sondern um eine friedliche Konfliktlösung ohne Gerichtsverfahren. Sie kann und sollte so natürlich zu Entspannung führen. Grundsätzlich müssen dazu aber die zerstrittenen Personen kompromissbereit sein. Bei dem Verfahren wird ein Mediator eingeschaltet, der neutral zwischen den zerstrittenen Parteien vermittelt. Hierbei werden verschiedene Lösungsmöglichkeiten diskutiert und im Falle einer Einigung schriftlich festgehalten. Die Kosten können dabei je nach Art der Auseinandersetzung und Anzahl benötigter Sitzungen variieren, werden zwischen den Parteien aufgeteilt und sind häufig in einer Rechtsschutzversicherung enthalten. Übrigens kann man Mediatoren auch einsetzen, wenn keine Rechtsverletzung stattgefunden hat.

Vorteile der Mediation

Das Mediationsverfahren ist oft wesentlich kürzer als ein Gerichtsverfahren. Das kann, besonders wenn es um kleine und große Fellnasen geht, ein großer Vorteil sein. Außerdem werden bei den Verhandlungen nicht nur juristische, sondern auch wirtschaftliche und persönliche Gründe berücksichtigt. Darunter fallen eben auch emotionale Aspekte und Fakten um das Wohl der Vierbeiner. Denn in vielen Fällen sind es Hunde und Katze, die unter den gerichtlichen Beschlüssen zu leiden haben. Kommt es beispielsweise bei der Anschaffung eines Vierbeiners zwischen Käufer und Züchter zum Streit, ist es für die kleine Fellnase doch unerträglich, wenn er sich gerade eingewöhnt hat und dann seine neuen Besitzer doch verlassen muss, weil ein Gerichtsbeschluss es so will. Bei Streitigkeiten mit dem Nachbarn, insbesondere wenn es sich nicht um Mietparteien handelt, ist ein Gerichtsverfahren oft der Anfang einer langen Fehde. Darum ist Mediation besonders bei langfristigen Beziehungen ein sehr sinnvoller Ansatz.

Vorsorge

In den meisten Fällen lassen sich Probleme mit etwas Rücksicht verhindern. Hundehalter sollten für ihre Lieblinge eine Haftpflichtversicherung abschließen, Katzenbesitzer darauf achten, dass ihre Samtpfote in der privaten Haftpflicht mit abgedeckt ist. Eine Versicherung, die im Schadensfall für Kosten aufkommt, ist eine sinnvolle Absicherung und verhindert unnötige Diskussionen.

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