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Buchsbaum: Das Wichtigste auf einen Blick

Häufig zu finden in Gärten und Parkanlagen Verlauf der Erkrankung Blätter der Hecken sind klein, oval, dunkelgrün und glänzend
Schwere der Erkrankung Leicht zu verwechseln mit Zwergmispeln (leicht giftig) Diagnose der Erkrankung Vergiftungssymptome sind zunächst Anregung, dann Blutdrucksenkung, Lähmung, Übelkeit, Krämpfe
Vorkommen der Erkrankung Suchen Sie bei Vergiftungsverdacht umgehend eine Tierarztpraxis auf Behandlungsmöglichkeit der Erkrankung Letale Dosis: ca. 5 g/kg Körpergewicht

Buchsbaum erkennen

Buchsbäume als immergrüne Pflanzen sind besonders als bis zu vier Meter hohe Gartenhecken beliebt, kommen häufig in Parks vor und fallen besonders dann auf, wenn sie zu hübschen Formen (wie runden Bällen) geschnitten sind. Ihre Blätter haben eine ovale Form und sind recht dick, lederartig, dunkelgrün und glänzend. Die Früchte sind klein, grün (manchmal mit einer gelblichen Färbung), rund und mit drei kleinen „Hörnern“. Blüten sind im April und Mai zu erkennen, allerdings nur mit einem aufmerksamen Blick, da sie recht klein und unauffällig in gelb-weißer Farbe sind. Verwechselungsgefahr besteht mit Zwergmispeln, die für Hunde und Katzen nur schwach giftig sind.

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Wirkung des Buchsbaum-Gifts

Buchsbaum enthält eine Reihe an Alkaloiden (wie Buxin, Parabuxin, Buxinidin, Cyclobuxin, Buxamin), die einen natürlichen Fressschutz darstellen und in allen Pflanzenteilen, z.B. in der Rinde, den Blättern und den Kapseln, vorkommen. Es sind also nicht nur die Früchte (wie man häufig u.a. bei bunten Beeren erwartet) giftig für Hunde und Katzen, auch die Blätter und Äste sollten lieber in Ruhe gelassen werden.

 

Für Hunde und Katzen giftige Buchsbaumblüten

Die Wirkung des Buchbaum-Gifts beginnt mit einem „Hoch“: Zuerst wirken Alkaloide auf das zentrale Nervensystem anregend, was sich meist über eine Art Aufgeregtheit, Unruhe oder, indem das Tier aufgedreht ist, äußert. Erst danach kommen die negativen, typischen Vergiftungserscheinungen, wie:

  • Lähmung
  • Niedriger Blutdruck
  • Benommenheit bis Delirium
  • Übelkeit
  • Krämpfe

Wurde eine letale Dosis konsumiert, kann der Tod nach mehreren Stunden eintreten. Bei Hunden entspricht diese minimale tödliche Dosis 5 Gramm Blättern pro Kilogramm Körpergewicht. Doch auch geringere Mengen bergen hohe gesundheitliche Risiken und können zu Organschäden führen – zudem sind für kleinere Hunde sowie Katzen bereits deutlich geringere Mengen sehr gefährlich.


Im schlimmsten Fall können bereits die ersten Lähmungserscheinungen auch das Zwerchfell betreffen, was zu einer Einschränkung der Atmung bis zum Tod von Hund und Katze führt.


Was ist bei einer Vergiftung mit Buchsbaum zu tun?

Idealerweise lassen Ihr Hund und Ihre Katze die Finger – oder besser: die Schnauze – von Gartengewächsen. Doch nicht alle Vierbeiner haben diesen Instinkt und sehen Büsche und Gräser stattdessen als willkommene Kaumöglichkeiten. Sollten Sie Auffälligkeiten bzw. Vergiftungssymptome bemerken, ist umgehend die Tierarztpraxis aufzusuchen! Idealerweise rufen Sie bereits auf dem Weg dahin an, um den Notfall anzukündigen. Falls Sie zuvor tierärztlich die Gabe von Kohletabletten und die richtige Dosis besprochen haben, können diese innerhalb der ersten zwei Stunden helfen, die Gifte zu binden. Für die Tierärztin oder den Tierarzt ist es außerdem schwierig, die Ursache der Vergiftung eindeutig zu identifizieren. War Ihr Vierbeiner in der Nähe eines Buchsbaums oder haben Sie ihn sogar daran knabbern sehen, sollten Sie das unbedingt mitteilen! Das erleichtert die Diagnose maßgeblich und verschnellert und verbessert die Behandlung Ihres Lieblings.

Dieser Artikel wurde geprüft von Tierärztin Melanie Müller.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung dar. Bei einer Vergiftung handelt es sich um einen Notfall! Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Vierbeiner etwas Schädliches aufgenommen hat, sollten Sie in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen oder die Nummer des Giftnotrufs anrufen:

+49 551 19240

Melden Sie, wann und wo der Stoff aufgenommen wurde und versuchen Sie, ihn genau zu beschreiben. Wenn möglich bringen Sie die Verpackung bzw. ein Exemplar der aufgenommenen Substanz mit in die Tierarztpraxis.

Verwendetes Bildmaterial

Foto: © Titel: maxandrew/Adobe Stock| Text: wjarek/Adobe Stock; Jürgen Kottmann/Adobe Stock; Jürgen Kottmann/Adobe Stock

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