Wenn Sie wieder einmal ein kleines Häuflein Katzenmagensaft auf dem heimischen Fußboden entdecken, mag es sich durchaus um ein kleines Ärgernis handeln. Anlass zur Sorge ist jedoch nicht geboten. Das Erbrechen gehört, neben dem Husten und Niesen, zu den natürlichen Schutzreaktionen einer Katze. Der Organismus wehrt sich auf diese Weise gegen Krankheitserreger und Schadstoffe. Das Abstoßen der unerwünschten Schadstoffe und Erreger ist als Schutzreflex nicht nur unbedenklich, sondern erwünscht. Auch das Erbrechen einer ganzen Mahlzeit ist kein Grund, direkt den Tierarzt zu konsultieren. Kleine Magenverstimmungen verschwinden im Regelfall von allein.

Die Zeichen deuten

Dennoch sollten Sie das Verhalten des Stubentigers im Auge behalten. Die Symptome sind nicht immer eindeutig. Zeichen für ein Unwohlsein der Katze äußern sich auf verschiedene Weisen:

  • das Meiden von Futter
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Katze hält den Kopf überwiegend nach unten geneigt
  • unterdrückter Würgereflex

Vorsicht geboten ist in diesem Zusammenhang, wenn zusätzlich Durchfall auftritt. Der daraus resultierende Flüssigkeitsverlust kann für die Katze rasch gefährlich werden. In diesem Falle ist das Aufsuchen eines Tierarztes die beste Option.

Wie kann ich der Katze helfen?

Eine sehr einfache und unkomplizierte Methode die Magenprobleme des vierbeinigen Haustiers unter Kontrolle zu bekommen, ist eine Diät. Der Magen der Katze kann sich am besten erholen, wenn er nicht arbeiten muss. Zu beachten ist dabei, dass Sie der Katze mehrmals am Tag frisches Wasser hinstellen. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, schwach aufgebrühten Kamillentee anzubieten. Dieser beruhigt die gereizte Magenschleimhaut der Katze und unterstützt den natürlichen Heilungsprozess. Das Futter brauchen Sie ihrem Liebling nicht lange vorenthalten. Bereits nach einem Tag sollten sich bei leichten Magenverstimmungen Anzeichen der Besserung zeigen. Als Wiedereinstieg zum Alltagsfutter ist die Zubereitung einer Schonkost äußerst hilfreich. Diese kann einfach zubereitet werden. Kochen Sie dazu Reis in ungesalzenem Wasser und geben Sie etwas Fleischbrühe dazu. Verträgt die Katze die Schonkost gut, können Sie bei der nächsten Mahlzeit etwas mageres und gekochtes Hühnerfleisch dazugeben.

Was mache ich wenn sich die Symptome verschlimmern?

Hat sich Ihr kleiner Stubentiger nicht innerhalb von zwei Tagen erholt oder verschlimmern sich die Symptome, sollten Sie unverzüglich einen Tierarzt konsultieren. Achten Sie auf den Flüssigkeitshaushalt der Katze. Bei häufigem Erbrechen sollte das Tier entsprechend viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Ist dies nicht der Fall oder reiht sich Durchfall in die Liste der Symptome mit ein, ist der Gang zum Fachmann ebenfalls dringend geraten. Tritt zusätzlich Fieber ein, kann es sich um einen Magen-Darm-Virus handeln. Dieser wird vom Tierarzt mittels Antibiotika behandelt.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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