Lange Zeit in Vergessenheit geraten, wird die Naturheilkunde mittlerweile auch bei unseren Haustieren, unter anderem bei Hunden, vermehrt angewandt. Immer mehr Hundebesitzer ziehen Homöopathie der Anwendung von herkömmlicher Medizin vor. Naturheilkunde kann auch sehr gut gemeinsam mit der Schulmedizin angewandt werden. Bachblüten, benannt nach Dr. Bach, gehören zur Homöopathie und können bei vielen Problemen helfen. Es gibt sie in verschiedenen Zusammensetzungen, sodass sie in vielen Bereichen anwendbar sind. Krankheiten und Verhaltensauffälligkeiten Ihres Vierbeiners sollten Sie in jedem Fall zuerst von einem Tierarzt überprüfen lassen. Dieser kann Ihnen Empfehlungen für die Anwendung homöopathischer Mittel wie Bachblüten geben.

Anwendung von Bachblüten beim Hund

Bachblüten werden hauptsächlich zur Behandlung und Vorbeugung von psychischen Störungen wie Angstzuständen, Aggression oder Stress eingesetzt. Bachblüten gibt es in Form von Tropfen oder kleinen Kügelchen, den Globulis. Die Empfehlung liegt bei zwei Tropfen pro Blüte. Die Tropfen müssen vor der Behandlung noch mit stillem Wasser verdünnt werden. Es können bis zu acht Blütenessenzen kombiniert werden. Je nach Größe Ihres Hundes können Sie drei bis zehn Tropfen bis zu dreimal täglich verabreichen. Auch in der Apotheke können Sie sich über die richtige Anwendung von Bachblüten beraten lassen.

Wichtige Bachblüten für Hunde:

  • Rescue-Tropfen (Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose und Star of Bethlehem): Notfalltropfen, können bei Stresssituationen, Tierarztbesuchen, Schock oder vor operativen Eingriffen angewandt werden
  • Rescue-Creme (enthält zusätzlich Crab Apple): Notfallcreme kann bei Verbrennungen, Prellungen, Stauchungen und kleineren Verletzungen unterstützend zur Schulmedizin eingesetzt werden
  • Star of Bethlehem (Goldiger Milchstern): Schockblüte kann nach Schockerlebnissen oder bei Hunden mit schlechten Erfahrungen eingesetzt werden
  • Willow (Gelbe Weide): Schicksalsblüte wird bei Hunden angewandt, die schlechte Erfahrungen hinter sich haben, unter anderem bei Tierheimhunden oder misshandelten Hunden

Insgesamt gibt es 38 verschiedene Bachblüten, die beim Hund eingesetzt werden können. In der oberen Tabelle sind nur die wichtigsten aufgelistet. Bitte beachten Sie jedoch, dass eine Bachblüten-Therapie niemals den regelmäßigen Gang zum Tierarzt ersetzen kann. Bachblüten sind niemals ein Ersatz für eine herkömmliche Therapie von Krankheiten, sie können aber sehr gut als Unterstützung eingesetzt werden.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

Foto: © Fiedels/fotolia.com