Einsatz von Kortison bei Katzen

Kortisone verschreibt der Tierarzt meist, um akute oder chronische Entzündungen zu behandeln. Mögliche Erkrankungen sind:

  • Entzündungen von Gelenken oder Organen
  • Virusinfektionen
  • Allergien

Eine kurze oder mittellange Behandlungsdauer reicht bei vielen dieser Krankheiten aus. Allerdings erfordern bestimmte Allergien und andere chronischen Erkrankungen häufig eine Therapie mit Langzeitwirkstoffen. Inzwischen stammen Kortisone aus synthetischer Herstellung, statt sie aus Schlachtabfällen zu erzeugen. Abhängig davon, wie die Wirkstoffe zusammengesetzt sind und wie lange sie wirken, wird zwischen vier Anwendungsmöglichkeiten unterschieden:

  • Unfälle und allergische Schocks: Ultrakurzzeit-Kortisone für bis zu 8 Stunden
  • KurzzeitKortisone für 24 bis 36 Stunden
  • Mittellang wirkende Kortisone für bis zu 10 Tage
  • LangzeitKortisone für bis zu 3 Monate

Insbesondere in Fällen von chronischer Erkrankung setzt der Tierarzt mitunter statt Langzeitpräparaten Kurzzeitkortisone ein, die Ihrer Katze dementsprechend öfter verabreicht werden.

Was müssen Sie beachten?

Am häufigsten werden Kortisone bei der Behandlung von akuten oder chronischen Entzündungen verschrieben. Darunter fallen Entzündungen von Gelenken oder Organen, aber auch einige Virusinfektionen oder Allergien.

Katzen haben von Natur aus einen hohen Kortisonspiegel, entsprechend gering sind die Nebenwirkungen. Trotzdem sind auch bei Felinen ein größerer Appetit und Durst festzustellen. Wird Kortison über längere Zeit eingesetzt, kann das gegebenenfalls Veränderungen am Fell oder der Haut des Tieres hervorrufen. Außerdem nimmt Ihr Tier häufig an Gewicht zu, weil sich Wasser und Fett einlagern. Um Allergien zu therapieren, ist die Anwendung von Kortison zwar notwendig, sie erhöht dennoch die Anfälligkeit Ihrer Katze für Infektionen. Die Nebenniere hört darüber hinaus mitunter auf, selbst Kortisone zu bilden, wenn diese zu hoch dosiert verwendet werden. Achten Sie also darauf, dass Ihr Tier stets mit möglichst kleinen Dosierungen therapiert und zum Abschluss der Behandlung behutsam von diesen entwöhnt wird.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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Bild: © Kateryna Hliznitsova – unsplash.com

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Foto: © Fiedels/fotolia.com

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