Nüsse, Samen und Kerne erleben vor allem in der kalten Jahreszeit einen Aufschwung als beliebter Snack oder als gesunde Ergänzung zum Ernährungsplan. Doch auch den Rest des Jahres gelten sie als beliebte Lieferanten für hochwertige pflanzliche Proteine und andere wichtige Nährstoffe. Doch was für uns gut ist, kann unseren Stubentigern beträchtlichen Schaden zufügen. Wir haben für Sie zusammengefasst, was Sie vor einer Katzenernährung mit Nüssen wissen sollten.

Inhaltsverzeichnis:


Nüsse nicht bedenkenlos füttern

Nüsse sollen hochwertige pflanzliche Proteine und die „guten“ Fette aus ungesättigten Fettsäuren enthalten, außerdem gelten sie als wichtige Lieferanten für Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Das ist die Begründung, mit welcher viele Halter und einige Experten von Nüssen, Samen und Kernen als gelegentliche Futterzugabe für eine gesunde Ernährung nicht abraten würden. Das mag teilweise zutreffen, wenn es um Nüsse für Hunde geht, jedoch sollten sich Katzenbesitzer noch einmal genauer mit dem Thema Katzenernährung auseinandersetzen, bevor sie ihrem Liebling die Knabberei in den Napf geben. Und was sowohl für Hunde als auch für Katzen gilt: Nuss ist nicht gleich Nuss, es kommt auch immer auf die Sorte an.

Gefahren durch Schimmel an Nüssen

Eine maßgebliche Gefahr stellen Schimmelpilze dar, die leider häufig leicht zu übersehen sind. Gerade importierte Nüsse aus feuchtwarmen Gebieten sind bei einer falschen Lagerung unter schwierigen klimatischen Bedingungen gefährdet, doch auch eine ungünstige oder zu lange Lagerung im eigenen Haus kann zu einem Schimmelbefall führen, der nicht immer sofort erkennbar ist. Der Schimmelpilz selbst ist dabei nicht schädlich, er bildet jedoch Stoffwechselprodukte in Form sogenannter Aflatoxine. Diese wirken auf alle Säugetiere (und auch den Menschen) toxisch und krebserregend, sind jedoch gerade für unsere Haustiere bereits in geringen Mengen kritisch. Damit sind neben den direkten Vergiftungserscheinungen (z.B. Erbrechen, vermehrter Speichelfluss, Zittern und Krämpfe) auch Spätfolgen wie Nieren- und Leberschäden und Tumorerkrankungen als Gefahren kontaminierter Nüsse zu benennen.

Weitere Hinweise zur Katzenernährung mit Nüssen

Wie beim Menschen können auch bei Katzen Allergien gegen Nüsse vorkommen, die weiterhin gegen die Fütterung von Nüssen sprechen. Einige Sorten sind außerdem selbst ohne Schimmelpilzbefall für Katzen giftig: Dazu zählen beispielsweise die Macadamianuss und die Muskatnuss, doch auch Mandeln enthalten Blausäure, die in zu hohen Mengen schädlich wirkt. Letztlich haben Nüsse und Kerne außerdem eine „unpraktische“ Größe, sodass Katzen sich leicht an ganzen oder zu großen Stücken verschlucken können und entweder umgehend Atemprobleme bekommen oder sich die schwer verdauliche Nascherei erst später in Form einer Verstopfung oder eines Darmverschlusses äußert.

Fazit zur Katzenernährung mit Nüssen

Auch wenn Nüsse nicht zwangsläufig giftig für unsere Stubentiger sind, so besteht dennoch das Risiko einer nachhaltigen gesundheitlichen Schädigung. Bedenkt man, dass Nüsse & Co für eine artgerechte Katzenernährung keine Voraussetzung sind, scheint die Fütterung von Nüssen ein unnötiges Risiko zu sein.

Foto: © Elena Belyaeva/Adobe Stock

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