Auf der letzten Seite der 16. Ausgabe von AGILAs Tiermagazin gab einer unserer Hundetrainer den Tipp, dass u.a. Nüsse gut für ein gesundes Hundefell wären. Im Folgenden möchten wir dies gern genauer für Sie spezifizieren.

Nüsse liefern viele Vitamine und ungesättigte Fettsäuren, die auch für die Hundeernährung eine besonders wertvolle Ergänzung sein können. Die nährstoffreichen Energieträger sollten jedoch immer mit Bedacht verfüttert werden. Denn nicht alle Sorten werden von Hunden gut vertragen, einige sind sogar giftig für die Vierbeiner.

Diese Nüsse sind erlaubt

Die Mehrheit der Nusssorten wird gut von Hunden vertragen. Aufgrund ihres hohen Fettanteils stellen sie jedoch eine hochkonzentrierte Nahrung dar, die nur sparsam eingesetzt werden sollte. Für eine optimale Verwertung im Hundekörper empfiehlt es sich, die Schale zu entfernen und die Nüsse zu zerkleinern.

Folgende Nüsse sind (in Maßen) in der Hundeernährung erlaubt:

  • Cashewnüsse/-kerne
    Strotzen vor Ballaststoffen und Omega-3-Fettsäuren.
  • Haselnüsse
    Werden in der Regel sehr gut von Hunden vertragen, zählen jedoch zu den fettreichsten Nüssen.
  • Mandeln
    Enthalten viel wertvolle Folsäure, Kalzium, Kalium und Magnesium. Vorsicht: Keine Bittermandeln füttern, da diese giftig für Hunde sind!
  • Maronen/Esskastanien
    Eignen sich besonders gut für Hunde mit einer sensiblen Verdauung, da sie eine fettarme Alternative zu anderen Nüssen darstellen.
  • Paranüsse
    Eignen sich aufgrund ihres hohen Fettgehalts eher als Leckerli zwischendurch.
  • Pistazien
    Frische Pistazien sind unbedenklich für Hunde, lagern sie länger, können sich jedoch schnell giftige Schimmelpilze bilden.
  • Pekannüsse
    Sind in der Regel unbedenklich für Hunde und unterstützen den Herz-Kreislauf besonders gut.
  • Walnüsse
    Ausschließlich reife und nicht zu lang gelagerte Walnüsse füttern, da ansonsten Schimmelpilzgefahr besteht.

Achten Sie darauf, dass Sie keine gesalzenen oder sonstig gewürzten Nüsse verfüttern.

Diese Nüsse sind tabu

Von diesen Nüssen sollten Sie in der Hundeernährung in jedem Fall Abstand nehmen:

  • Macadamia-Nüsse
    Sind für Hunde hoch giftig und rufen Symptome wie Erbrechen, Fieber und Apathie hervor.
  • Bittermandeln
    Hier wird beim Verdauungsprozess lebensbedrohliche Blausäure freigesetzt.
  • Muskatnuss
    Enthalten Halluzinogene, die auch bei Hunden Rauschzustände auslösen können und sorgen schon in kleinen Mengen für Symptome wie Übelkeit, Muskelzittern, Krämpfe etc.
  • Schwarznuss
    Sind besonders anfällig für Schimmelpilzbildung und sollten daher aus Vorsicht nicht verfüttert werden.

Sollten Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund nach der Gabe von Nüssen mit körperlichen Beschwerden reagiert, suchen Sie in jedem Fall einen Tierarzt auf und teilen Sie ihm mit, welche Nusssorte Ihr Vierbeiner zu sich genommen hat. Damit Sie immer auf der sicheren Seite sind und sich im Fall der Fälle voll und ganz auf die Genesung Ihres vierbeinigen Begleiters konzentrieren können, empfiehlt sich der Abschluss einer Tierkrankenversicherung.

Foto: © Juan/Adobe Stock

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