Sobald der Winter sich langsam dem Ende neigt und der Boden wieder auftaut, beginnt im Frühjahr die Düngezeit in der Landwirtschaft. Für unsere Fellnasen bringt das Gefahren mit sich, denn Düngemittel sind meist chemischer Natur und können bei Mensch und Tier Vergiftungen auslösen, die mit schweren gesundheitlichen Problemen einhergehen.

Ein beliebtes Düngemittel ist Nitrophoska, das aufgrund seiner Farbe umgangssprachlich als Blaukorn bezeichnet wird. Kommt Ihr Hund beim Spazierengehen im Feld selbst nur mit den Pfoten mit dem Dünger in Berührung, wird es gefährlich.

Blaue Kügelchen

Am häufigsten wird Blaukorn als Granulat verwendet, der im Handel in Form kleiner, blau gefärbter Kügelchen zu finden ist. Es handelt sich um einen chemisch hergestellten Universaldünger, der nicht nur in der Landwirtschaft, sondern häufig auch im heimischen Garten bei Kübelpflanzen wie auch bei der Rasenpflege zum Einsatz kommt. Läuft Ihr Hund über eine mit Blaukorn gedüngte Rasenfläche oder frisst er gar einige der blauen Kügelchen, kann es je nach aufgenommener Menge zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung kommen. Denn die Inhaltsstoffe reizen die Magen-Darm-Schleimhaut und schädigen das Hämoglobin im Blut, wodurch die Sauerstoffaufnahme erheblich erschwert wird. Starkes Speicheln, Erbrechen, Atemnot und blutiger Durchfall sind deutliche Anzeichen für eine Vergiftung, bei deren Auftreten so schnell wie möglich ein Tierarzt aufgesucht werden sollte.

Augen auf beim Spaziergang

Beim Gassigehen im Feld oder auf Grünflächen sollten Sie daher stets ein wachsames Auge darauf haben, ob blaue Kügelchen herumliegen. Entdecken Sie Blaukorn auf Ihrer Gassitour, nehmen Sie Ihren Hund an die Leine und führen Sie ihn aus dem Risikobereich heraus. Sie sollten Ihren Liebling zudem nicht aus Wasserpfützen trinken lassen, da sich dort hochkonzentriertes, im Wasser gelöstes Blaukorn befinden kann. Nach dem Spaziergang waschen Sie am besten die Pfoten sorgfältig ab, damit Ihre Fellnase beim Ablecken keine Rückstände des gefährlichen Granulats zu sich nimmt.

Foto: © schulzie/Adobe Stocke

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