Die Norwegische Waldkatze gibt ein beeindruckendes Bild ab. Die Geschichte der Norwegischen Waldkatze ist eine der ältesten in Europa, dennoch haben die Züchtungen erst im vergangenen Jahrhundert begonnen. Ihren Ursprung hat die Katzenrasse in einer natürlichen Entwicklung, die jedoch bis heute nicht sicher geklärt werden konnte.

Die Geschichte der Norwegischen Waldkatze: Ein Rätsel

Die Heimat der Norwegischen Waldkatze verrät bereits der Name. Doch ein nicht zu übersehendes Merkmal wirft Fragen zur Geschichte der Norwegischen Waldkatze auf: Das lange, dichte Fell. Denn langhaarige Katzen haben ihren Ursprung eigentlich fernab vom kalten Norden, genauer im früheren Persien (wozu beispielsweise heute die Türkei, der Iran und Teile Südrusslands zählen). Eine nicht beweisbare, allerdings plausible und weit verbreitete Theorie ist, dass die langhaarigen Vierbeiner als Schiffskatzen von Persien nach Norwegen kamen. Betrachtet man die Türkisch Angora Katze, ließe sich vom Körperbau und von ihrer Kopfform eine Verwandtschaft ableiten.

Der Theorie widerspricht die Tatsache, dass es in Norwegen Legenden über langhaarige Waldkatzen gibt, die bereits vor der Ankunft der Perser existierten. Demnach hätte die Geschichte der Norwegischen Waldkatze ihren Anfang tatsächlich in Norwegen.

Die Geschichte der Norwegischen Waldkatze: Anpassung ans Klima

Was fest steht, ist, dass die Katzenrasse sich auf natürlichem Wege entwickelt hat. Ob sie nun eine Mischung aus einer Türkisch Angora mit einer norwegischen Hauskatze ist oder schon länger in den Wäldern Norwegens lebt – die Rasse hat sich in jedem Fall zunächst natürlich entwickelt. Der robuste Körperbau, das dicke, warme und wasserabweisende Fell und die großen Pfoten sind Ergebnis einer optimalen Anpassung an die rauen Bedingungen der skandinavischen Länder.

Die Geschichte der Norwegischen Waldkatze: Zunehmende Beliebtheit

Lange Zeit war die Katzenrasse relativ unbekannt. Erst in den 1930er Jahren erlangte sie erste Aufmerksamkeit, als sie zum ersten Mal auf einer Katzenausstellung in Oslo präsentiert wurde. Damit begannen die ersten Zuchtversuche, die jedoch wegen des zweiten Weltkriegs wieder unterbrochen wurde. Einen wirklichen „Karrieresprung“ machte die die Rasse schließlich in den 1970er Jahren: Die gezielte Züchtung wurde wieder aufgenommen und die Samtpfote erhielt 1972 sogar den Titel der Norwegischen Nationalkatze. Die faszinierende nordische Riesenkatze schaffte es letztlich Ende der 1970er Jahre, von internationalen Zuchtverbänden offiziell als Rasse anerkannt zu werden. Seitdem genießt sie zunehmende Beliebtheit.

Foto: © Astrid Gast /fotolia.de

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