„Jackie?“ - Das bin doch ich! Einen Hund an seinen Namen gewöhnen

Die sofortige Reaktion des Hundes auf seinen Namen ist ein wichtiges Erziehungsziel aller Hundebesitzer. Nur wenn der Vierbeiner mit seinem Namen etwas anfangen kann, lässt er sich zuverlässig aus einer Gruppe von Hunden herausrufen und schenkt seinem Besitzer auf Zuruf die gewünschte Aufmerksamkeit. Leider ist die erfolgreiche Gewöhnung an den eigenen Namen für den Hund jedoch keine Selbstverständlichkeit. In der Hundesprache spielen Lautäußerungen nur eine geringe Rolle – die Sprache des Menschen wird zwar wahrgenommen und der Hund registriert auch durchaus unterschiedliche Klänge – die besondere Bedeutung seines Namens erschließt sich ihm allerdings nicht von alleine.

Erfolgreiches Training beginnt mit dem Einzug ins neue Heim

Ihr Welpe ist gerade erst angekommen – und schon können Sie mit dem Namenstraining beginnen. Seinen Namen kennenzulernen, sollte eine der ersten Lektionen sein, die er bei Ihnen lernt. Grundsätzlich gilt dabei: Wiederholung macht den Meister. Ihr Vierbeiner sollte seinen Namen also in der nächsten Zeit möglichst oft hören, allerdings auch im richtigen Zusammenhang. Es gilt daher, geeignete Situationen aufzugreifen, in denen er das für ihn zunächst bedeutungslose Wort richtig verknüpfen kann. Zum Glück bieten sich im Alltag viele geeignete Gelegenheiten:

  • Besonders aufmerksam ist Ihr Hund vermutlich zur Fressenszeit. Bevor Sie ihm seinen Napf hinstellen, sollten Sie ihn daher gezielt ansprechen. „Sally, hier ist dein Futter.“ Schon nach kurzer Zeit wird Ihr Vierbeiner beim Erklingen seines Namens eine entsprechende Erwartungshaltung aufbauen.
  • Auch die Aufforderung zum Spazierengehen oder Spielen lässt sich gewinnbringend nutzen. Die Motivation und Aufmerksamkeit Ihres Tieres dürfte Ihnen hier sicher sein. So kann der Hund seinen Namen schnell mit etwas Positivem verknüpfen und lernen, dass die Hinwendung zum Besitzer beim Erklingen seines Namens sich meistens lohnt.
  • Nebenbei können Sie verschiedene Situationen im Alltag nutzen: Wann immer Ihr Hund sich Ihnen von sich aus aufmerksam zuwendet, sollte er seinen Namen hören und kann sich anschließend über ein mündliches Lob, eine Streicheleinheit oder auch ein Leckerli freuen.

Nicht zu viel auf einmal verlangen

Die meisten Hunde lernen mit dem richtigen Training ihren Namen sehr schnell. Dennoch sollten Sie keine Wunder erwarten: Jagt Ihr Hund gerade einem Hasen hinterher oder ist ins Spiel mit Artgenossen vertieft, wird er Ihnen anfangs kaum Beachtung schenken. Ablenkungen sollten Sie ins Training daher nur langsam und schrittweise einführen. Ist der Name erst einmal etabliert, haben Sie dann allerdings ein verlässliches Wort, um die Aufmerksamkeit Ihres Hundes zu gewinnen – eine Basis, auf die sich beim weiteren Training aufbauen lässt. 

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