Unaufhörlich produzieren die Nieren des Hundes Urin. Dieser Urin wird von den Nieren über die Harnleiter in die Blase geleitet. In der Blase wird der Urin gesammelt, bis das Organ meldet, dass es gefüllt ist und entleert werden sollte. Am Ausgang der Harnblase befindet sich ein Schließmuskel, der dafür sorgt, dass der Urin nicht ungewollt austreten kann. In der Regel können sich Hunde - ebenso wie Menschen - bewusst entscheiden, wann sie urinieren möchten. Der Schließmuskel entspannt sich dann und der Urin wird abgesetzt. Die Produktion und das Ableiten von Urin ist ein hoch komplizierter Prozess, bei dem auch Störungen auftreten können. Die Blasenschwäche bei Hunden ist eine solche Störung. Blasenschwäche bedeutet, dass der Hund das Absetzen von Urin nicht kontrollieren kann und immer wieder kleinere oder größere Mengen Urin verliert. Eine Blasenschwäche bei Hunden wird auch als Harninkontinenz oder Harnträufeln bezeichnet.

Blasenschwäche beim Hund - Welche Ursachen gibt es?

Blasenschwäche kann bei Hunden viele verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten tritt sie als eine Begleiterscheinung nach der Kastration von Hündinnen auf. Besonders große und schwere Hündinnen leiden im Alter an dieser Form der Inkontinenz. Harnwegsinfektionen, Blasenentzündungen, hormonelle Störungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Schädigungen der Nerven im Beckenbereich (beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall), angeborene Fehlbildungen, Medikamente und Tumoren im Bereich der Harnwege können bei Hunden ebenfalls eine Blasenschwäche verursachen. Daneben kommen auch psychische Faktoren wie Stress als Auslöser einer Harninkontinenz bei Hunden infrage. Wenn junge Hunde "tröpfeln", dann liegt dies zumeist daran, dass sie sich freuen und sehr aufgeregt sind. Dieses Problem verschwindet in der Regel mit dem Erwachsenwerden.

Symptome der Blasenschwäche beim Hund

Betroffene Hunde verlieren Urin, besonders im Liegen und beim Aufstehen – auch wenn die Blase gerade geleert wurde. Die Behandlungsmaßnahmen bei einer Blasenschwäche des Hundes Hunde mit einer Harninkontinenz müssen in einer tierärztlichen Praxis gründlich untersucht werden. Bei kastrationsbedingter Blasenschwäche sind verschiedene Medikamente erhältlich, die in vielen Fällen eine deutliche Besserung der Symptome erzielen. Je nach Ursache der Inkontinenz sind manchmal andere Behandlungsmaßnahmen erforderlich – auch ein chirurgischer Eingriff kann notwendig sein. Hundehalter sollten frühzeitig eine Hunde-OP-Versicherung oder eine Hundekrankenversicherung für ihr Tier abschließen, um sich vor hohen Tierarztkosten zu schützen.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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