Tierlexikon zu Hunden & Katzen

Hier findest Du alle wichtigen Themen rund um Hunde- und Katzenhaltung kurz und bündig erklärt.

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Demodikose beim Hund

Es ist eine Vielzahl von Krankheiten bekannt, die speziell beim Hund vorkommen. Eine davon ist die Demodikose, eine Hautkrankheit. Sie ruft Haarausfall und Hautstörungen hervor, die lokal begrenzt oder am ganzen Körper zu sehen sind. Schuld an der Erkrankung ist eine besondere Milbenart, die Demodex canis. Diese Milben sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Sie nisten sich in Talgdrüsen und Haarwurzeln des Hundes ein und beginnen, sich dort zu vermehren. Hauptsächlich ernähren sich die Parasiten von Talg, Gewebeflüssigkeiten und abgestorbenen Zellen. Ein Leben außerhalb der Talgdrüse eines Hundes ist für die Milben unmöglich und sie sterben. Die Übertragung der Milben von einem Hund auf den anderen lässt sich kaum vermeiden. Häufig werden schon die wenigen Stunden alten Welpen von ihrer Mutter infiziert. Die Infektion bleibt in diesem Alter aber meist noch symptomlos. Bis die Krankheit ausbricht, vergehen meist mehrere Jahre, denn die Milben müssen sich erst verbreiten.

Den richtigen Futternapf finden

Um Ihren Hund oder Ihre Katze bestens versorgen zu können, ist auch die Wahl der richtigen Ausstattung entscheidend. Dabei kommt es beim Kauf eines passenden Futternapfes nicht auf ein ansprechendes Design an, sondern vor allem auf die Zweckmäßigkeit für das Tier. Sie benötigen mindestens zwei Näpfe, einen für das Futter und einen zweiten für das Wasser. Eventuell kann je nach Bedarf auch noch ein dritter, wassergefüllter Napf an einem anderen Ort in der Wohnung, im Garten oder auf der Terrasse aufgestellt werden. Ein ausreichendes Wasserangebot ist vor allem bei der Fütterung mit Trockenfutter wichtig, da sich sonst Nierenleiden entwickeln können.

Welchen Napf für den Hund?

Bei der Wahl eines Futter- oder Wassernapfes für Ihren Hund sollten Sie einige Dinge beachten. Um zu verhindern, dass der neue Futternapf durch ungestümes Verhalten schnell kaputt geht, empfiehlt sich hier die Nutzung von Edelstahlnäpfen. Diese sind sehr robust und halten auch ein Verschieben aus. Zudem gibt es hier auch Versionen mit Anti-Rutsch-Gummierung am Boden des Napfes. Kunststoffnäpfe mögen zwar oft schön gestaltet sein, sind aber meist nicht lang haltbar. Näpfe aus Stein sind bei Hunden empfehlenswert, die dazu neigen, ihre Futterbehälter durch den halben Raum zu "kegeln".

Beim Napf-Kauf sollten Sie Folgendes beachten:

  • Die Futtermenge: Hiernach richtet sich die Größe des Napfes (immer etwas mehr Platz für die Portion einplanen als benötigt, damit nicht alles daneben fällt).
  • Die Größe des Hundes: Für große Rassen kann eine höhenverstellbare Futter-Bar praktisch sein.
  • Langohrige Hunde benötigen spezielle Langohr-Näpfe, die schmaler und höher sind, um zu vermeiden, dass die Ohren im Futter hängen.

Welchen Napf für die Katze?

Die Auswahl eines geeigneten Futternapfes für Ihre Katze gestaltet sich eventuell etwas schwieriger als beim Hund. Mitunter können die Stubentiger beim Fressen etwas wählerisch sein. Ist der Napf unbequem oder zu hoch, kann es sein, dass die Katze das Futter ausräumt und neben dem Napf frisst. Am liebsten mögen Samtpfoten flachere Schalen. Näpfe aus glattem Material sind besonders leicht zu reinigen, was für die Hygiene sehr wichtig ist. Besonders praktisch sind, ebenso wie beim Hund, Futternäpfe, die sich nicht verschieben lassen (Anti-Rutsch-Gummierung oder schweres Material). Empfehlenswert sind vor allem hochwertige Edelstahlnäpfe, die diese Eigenschaften meist erfüllen. Plastiknäpfe sollten vermieden werden, da sie schnell kaputt gehen und sich Schmutz festsetzt.

Depression bei Hunden

Jeder Mensch kann an verschiedenen Depressionen leiden, das ist bekannt. Doch auch Hunde, alltägliche Begleiter und Freunde vieler Menschen, können von einer Depressionen betroffen sein. Schließlich stammt das heute so beliebte Haustier vom frei lebenden Wolf ab. Ursprünglich war der Hund also kein Tier, welches tagein und tagaus im Haus und mit Menschen lebte. "Er konnte sich daher auch schlecht leisten, so etwas wie Depressionen zu bekommen. Ein Wolf, der mehr als zwei Wochen (nach diesem Zeitraum spricht man von einer Depression mit den unten beschriebenen Symptomen) keine Lust mehr hat, sich um sein Futter zu kümmern, wäre nicht mehr überlebensfähig. Unser Haushund muss sich dagegen keine Sorgen darum machen, er überlebt, auch wenn er in eine Depression fällt", so die zertifizierte Tierpsychologin Nathalie Örlecke.

Erste Anzeichen von Depressionen beim Hund

Wenn Ihr normalerweise sehr aktiver und an der Umwelt interessierter Hund immer weniger Interesse an verschiedenen Aktivitäten zeigt, könnte dies ein erstes Anzeichen von Depressionen sein. "Bei einer Depression des Hundes ist vor allem auffällig, dass er sich teilnahmslos und nicht mehr hundeartig verhält. Er ist sehr schlecht zu motivieren, die Körperbewegungen sind stark eingeschränkt, sein Blick ist leer. Oft bemerkt man diese Dinge bei einem Hund recht schnell und vermutet erst einmal eine Erkrankung des Bewegungsapparates", so Expertin Nathalie Örlecke, die in der AGILA Hundetrainer-Sprechstunde auch die Fragen der User zur Hundeerziehung beantwortet.

Die Erkrankung kann sich aber auch durch andere Verhaltensänderungen äußern, darunter auch dauerhafte Unruhe oder Futterverweigerung. Mit einer Depression geht meist eine Abwehrschwäche einher, sodass Ihr Hund anfälliger für kleinere Infektionskrankheiten wird. Das Allgemeinbefinden und der Magen-Darm-Trakt sind häufig davon betroffen und der Hund zeigt Krankheitssymptome ohne erkennbare Ursache.

Auslöser für Depressionen beim Hund

Einige wichtige Auslöser für Depressionen beim Hund, die besonders häufig auftreten, sind:

  • Dramatische Veränderungen in der sozialen Umwelt des Tieres, beispielsweise der Verlust einer Bezugsperson
  • Stress: Zum Beispiel, wenn Sie Ihren Wohnort ändern und in eine komplett andere Umgebung umziehen.
  • Angst oder Frustration, wenn sich Ihr Hund überfordert fühlt
  • Zunehmendes Alter: Gebrauchshunde leiden oft unter einer Altersdepression, wenn sie in den Ruhestand versetzt werden
  • Zu wenig Regeln und Erziehung

Abhilfe bei Depressionen des Hundes

Ein depressiver Hund braucht vor allem Rückhalt und Zuwendung von Ihnen und Ihrer Familie. Hundetrainerin Nathalie Örlecke (089dogs - Professionelles Hundetraining) rät hier, nicht in Mitleid zu verfallen. "Besser als zu Hause Rückhalt zu geben sind sportliche Aktivitäten. Übungen des Grundgehorsams, die man langsam aufbaut, sehr viel Motivation beim Gassi gehen, mit dem Hund so umgehen wie mit einem Welpen, klare Strukturen und Regeln, viel Sonne und Licht. Eine graue Umgebung hilft dem Hund nicht." Sollten Sie oben genannte Veränderungen bei Ihrem Vierbeiner beobachten, suchen Sie einen Tierarzt oder Hundepsychologen auf. Dieser kann analysieren, ob Ihr Hund tatsächlich an Depressionen leidet oder eine andere Erkrankung die Ursache für die Veränderungen ist. Die Anwendung von Psychopharmaka sollte ein letzter Ausweg bleiben und ist in vielen Fällen nicht notwendig. Örlecke: "Helfen kann auch eine Lavendelduftlampe zu Hause oder Lavendeltropfen, befragen Sie dazu am besten einen Tierheilpraktiker."

Der Schapendoes - Liebevoller Zottelball

Der Nederlandse Schapendoes ist eine niederländische Hunderasse, die primär als Hüte- und Hirtenhund in weitläufigen Weidelandschaften eingesetzt wurde und inzwischen auch als Haushund gehalten wird. Der liebenswerte Schäferhund mit dem dichten, zotteligen Fell, den langen Stirnfransen und dem gutmütigen Temperament entstand bereits im 19. Jahrhundert in den Niederlanden und war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der am weitesten eingesetzten Hütehunderassen der Region. Die Population an Schapendoes Hunden nahm bis zu den 1940er-Jahren jedoch rapide ab, woraufhin der niederländische Kynologe Toepoel es sich zur Aufgabe machte, die Rasse vor dem Aussterben zu retten. Heute wird der Schapendoes sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern gezüchtet. Offiziell anerkannt wurde die Hunderasse im Jahr 1971.

Typische Eigenschaften des Schapendoes

Hütehunde haben eine Reihe an typischen Charaktermerkmalen, die problemlos auch beim Schapendoes wiedergefunden werden können. So sind die Tiere nicht nur überaus intelligent, sondern auch ausgesprochen selbstständig – unabdingbare Qualitäten für einen Hirtenhund, der stets ein Auge auf große Schafherden haben muss. Die Eigenständigkeit der Schapendoes Hunde sollte dabei aber nicht mit einem Verlangen nach Unabhängigkeit verwechselt werden: Die Rasse ist sehr anhänglich und stark auf ihren Besitzer fixiert. Auch sind die Nederlandse Schapendoes eine sehr agile, schnelle und wendige Hunderasse, wenngleich das lange Fell über den sportlichen Körperbau des Hundes mitunter hinwegtäuschen kann. Tatsächlich hat die Rasse aber einen hohen Bewegungsdrang und ist vor allem für ihr ausgezeichnetes Sprungvermögen bekannt. Schließlich ist der Schapendoes zudem ein sehr freundlicher und fröhlicher Hund, der gerne spielt, Aufmerksamkeit erhält und seiner Energie freien Lauf lässt. Damit eignet sich dieser Vierbeiner auch hervorragend als Familienhund und kann von noch unerfahrenen Hundehaltern ebenfalls gut erzogen werden.

Ratschläge für ein erfolgreiches Zusammenleben

Hirtenhunde brauchen Bewegung – je mehr, desto besser. Ist der Hund unterfordert oder gelangweilt, kann es schnell zu Disziplinproblemen oder einem unglücklichen Haustier kommen. Sollten Sie über die Anschaffung eines Schapendoes nachdenken, müssen mindestens folgende Dinge geboten werden können:

  • Viel Auslauf
  • Sportliche Betätigung
  • Sinnvolle Beschäftigung
  • Ein hohes Maß an Sozialkontakt

Als Ersatz für die genetisch verankerte Hütetätigkeit eignen sich vor allem Agility Trainingskurse, in denen der Schapendoes aufgrund seiner Schnelligkeit und Intelligenz brilliert. Von einer Zwingerhaltung sollte aufgrund des ausgeprägten Sozialverhaltens abgesehen werden. Der Nedelandse Schapendoes möchte ein vollwertiges Mitglied Ihrer Familie sein und seinen Raum mit Ihnen teilen.

Dermatitis beim Hund

Dieser Begriff bezeichnet eine allergisch bedingte Hauterkrankung, die mit intensivem Juckreiz und daraus resultierenden Hautverletzungen wie Hotspots einhergeht. Oft entwickelt sie sich bei Hunden innerhalb der ersten drei bis fünf Lebensjahre. Diese Erkrankung lässt sich in der Regel erfolgreich behandeln.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

Diabetes beim Hund

Die Stoffwechselstörung Diabetes mellitus kann nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Hunden auftreten. Insbesondere ältere Tiere sind von dieser Erkrankung betroffen, grundsätzlich können jedoch auch junge Hunde erkranken. Bei einem gesunden Hund steigt der Blutzuckerspiegel an, wenn das Tier Nahrung aufgenommen hat. Der Zucker wird dann mithilfe von Insulin aus dem Blut in die Zellen transportiert und dort für die Energiegewinnung genutzt.

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