Furunkulose, also eine Entzündung am Haaransatz,  ist besonders bei Hunden mit schwachem Immunsystem keine Seltenheit. Durch Allergien können Hunde sehr anfällig gegen diverse Bakterien werden, die sich durch Kratzen und Lecken auf ihrer Haut verteilen. Zusätzlich dazu kommen die Tiere bei ihren täglichen Streifzügen mit vielen Erregern in Kontakt und können sich leicht an Fremdkörpern, wie Glasscherben, verletzen. Die anfälligsten Körperteile der Hunde sind die Pfoten. In den meisten Fällen beginnt die Furunkulose zwischen den Zehen, an den Ballen, den Sprunggelenken und Ellenbögen. An diesen Stellen sollten Sie regelmäßig nach Entzündungen oder Verletzungen Ausschau halten.

Woran erkenne ich eine Furunkulose?

Falls Ihr Hund lustlos, appetitlos oder gar fiebrig ist, könnte dies durch eine Furunkulose verursacht worden sein. Wenn dem so ist, werden Sie die betroffene Stelle leicht finden:

  • Es kommt zu einer Schwellung
  • Es bildet sich Eiter
  • Es kommt zu einer Rötung
  • Die Stelle fühlt sich heiß an
  • Der Hund empfindet einen starken Druckschmerz, bei dem er sogar bissig werden kann

Besonders unangenehm und gefährlich wird die Entzündung, wenn die Verdickung nicht von alleine aufplatzt. Es droht, dass der Furunkel nach innen und außen hin wächst und die Erkrankung flächendeckend wird. In dem Fall hilft nur noch eine Operation des Hundes. Oft bleiben nach der Operation aber sehr tiefe und langsam heilende Wunden zurück, die wiederum sehr anfällig für Entzündungen sind.

Wie kann ich meinem Hund helfen?

Sie sollten schon beim ersten Verdacht einer Furunkulose den Tierarzt kontaktieren. In den meisten Fällen ist die Behandlung langwierig und es wird bei einer bakteriellen Infektion meistens auf Antibiotika zurückgegriffen. Als erste Hilfe können Sie die Entzündung zudem mit homöopathischen Mitteln eindämmen:

  • Calendula Extrem zur Reinigung der Wunde
  • Echinacea D6 zur kurzfristigen Stärkung des Immunsystems
  • Calcium sulfuricum D6 und Antimonium crudum D6 für einen besseren Heilungsprozess bei einer besonders hartnäckigen Verhärtung
  • Silicea D12 bei einer chronischen Furunkulose
  • Sulfur D30 bei einem gestörten Stoffwechsel als Krankheitsursache

Wenn Sie Ihren Hund homöopathisch behandeln, sollten Sie dennoch den Tierarzt aufsuchen und es mit ihm abstimmen. Falls der Hund auch nach mehr als einer Woche nicht auf das homöopathische Mittel reagiert, ist es ratsam, die Behandlung abzubrechen und ein anderes Mittel ausprobieren. Um Ihren Hund zu schützen, sollten Sie seine anfälligen Stellen regelmäßig untersuchen und desinfizieren. In besonderem Maße gilt das, wenn Sie wissen, dass der Hund allergisch ist und ein schwaches Immunsystem hat. Kommt es trotzdem zu einer Furunkulose, gilt: Handeln Sie so schnell wie möglich.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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