Allergietest bei Katzen - Verschiedene Testverfahren
Ein Allergietest bei Katzen kann auf unterschiedliche Art und Weise durchgeführt werden. Der Tierarzt unterscheidet grundsätzlich zwei Verfahren. Zum einen gibt es den In-vitro-Test und zum anderen den Intradermal-Test. Beim Intradermal-Test werden der Katze mehrere mögliche Allergieauslöser in die Haut gespritzt. Zeigen sich dann Reaktionen wie Quaddeln und Rötungen, liegt in der Regel eine Überempfindlichkeit gegen den jeweiligen Stoff vor. Beim In-vitro-Test wird der Katze Blut abgenommen. Das Blut des Tieres wird ins Labor geschickt und dort auf spezielle Antikörper untersucht. Findet man Antikörper gegen bestimmte Allergene, deutet das auf eine mögliche Überempfindlichkeit gegen diese Stoffe hin. Zu beachten ist aber, dass diese Allergietests nicht immer sehr aussagekräftig sind. Ob wenig oder viele Antikörper gegen einen bestimmten Umweltstoff vorliegen, sagt noch nichts über die Ausprägung der allergischen Reaktion aus. Daher muss das Ergebnis eines Allergietests immer im Zusammenhang mit den klinischen Symptomen und der Krankengeschichte interpretiert werden. Ein Allergietest ist im Allgemeinen nicht mit Risiken verbunden und kann jederzeit durchgeführt werden. Allerdings können Medikamente, besonders Kortison, das Ergebnis verfälschen.
Allergietest bei Katzen – Immer einen Tierarzt aufsuchen
Wer einen Allergietest bei seiner Katze vornehmen lassen möchte, muss den Tierarzt aufsuchen. Dieser kann das weitere Vorgehen vorschlagen und die Ergebnisse richtig interpretieren. Im Idealfall werden die unterschiedlichen Testverfahren kombiniert, um den Auslöser der Allergie zu finden. Ein Art Allergietest ist auch die Ausschlussdiät, falls eine Futtermittelallergie vermutet wird. Diagnostik und Behandlung einer Allergie können sich schnell zu einem kostspieligen Problem entwickeln. Katzenhalter sind daher gut beraten, wenn sie eine Katzenkrankenversicherung abgeschlossen haben.
Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.
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