Als Eklampsie werden Krämpfe bezeichnet, die in der Geburts- und Nachgeburtsperiode bei Hündinnen auftreten. Am häufigsten tritt diese Krankheit jedoch nach der Geburt auf. Diese Erkrankung wird auch als „Krämpfe der säugenden Hündin“ bezeichnet. Eklampsie ist besonders in der Nachkriegszeit vermehrt aufgetreten, da es kein Futter guter Qualität gab. Doch in der heutigen Zeit weist das Fertigfutter eine hohe Qualität auf und deckt den Bedarf der Hündin, wodurch die Krankheit nicht mehr ganz so häufig auftritt. Außerdem kommt das Krankheitsbild bei größeren Hunden nur in vereinzelten Fällen vor. Hauptsächlich die kleineren Hunderassen wie Terrier, Zwergschnauzer oder Möpse sind betroffen. Darüber hinaus ist das Risiko bei jüngeren Hündinnen größer als bei älteren.

Symptome

Die Hündin bekommt nach der Geburt ihrer Welpen Muskelkrämpfe ohne Bewusstseinsstörungen. Dass Ihre Hündin diese Krämpfe bekommt, können Sie daran erkennen, dass das Tier zunächst sehr unruhig wird. Dann treten feine Muskelzuckungen auf, nach denen die Hinterpfoten einbrechen. Der Krampf erfasst nun den ganzen Körper, sodass die Hündin nicht mehr stehen kann. Sollte zusätzlich noch hohes Fieber auftreten, besteht ein hoher Sauerstoffbedarf. Diesen ist die Hündin durch die Krämpfe, die auch die Atmungsmuskulatur betreffen, nicht in der Lage, zu decken. Aus diesem Grund führt die Krankheit unter Umständen zum Tod.

Ursachen der Eklampsie

Die Welpen benötigen für ihren Knochenbau viel Kalzium, das sie durch die Milch der Mutter zu sich nehmen. Nimmt die Hündin daher durch ihre Nahrung nicht genügend Kalzium auf, verringert sich die Konzentration des Kalziums im Blut durch das Stillen, wodurch die Eklampsie ausgelöst wird. Sie sollten also darauf achten, dass Ihre Hündin, auch schon während der Trächtigkeit, ausreichend Kalzium über ihr Futter zu sich nimmt.

Wie können Sie Ihrer Hündin helfen?

Sollte Ihre Hündin an Eklampsie leiden, sollten Sie dagegen folgende Punkte beachten. Sie müssen auf die ersten Anzeichen, wie Zittern und Unruhe, achten und die Welpen sofort von der Mutter entfernen. Die Temperatur sollten Sie dann laufend kontrollieren. Da auch für die Herzmuskulatur Kalzium benötigt wird, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen, damit er der Hündin eine Infusion legen kann, um sie entsprechend mit Kalzium und Medizin zu versorgen.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.