Studie belegt: Tierärztliche Versorgung hängt auch vom Einkommen der Haltenden ab
Aktuelle Erhebung der Agila Haustierversicherung zeigt deutliche Kluft bei Tierarztbesuchen auf
Aktuelle Erhebung der Agila Haustierversicherung zeigt deutliche Kluft bei Tierarztbesuchen auf
Hannover, 03. März 2026 – Wer mehr Einkommen hat, geht mit Hund oder Katze häufiger zur Tierärztin bzw. zum Tierarzt und gibt dort auch häufiger größere Summen aus. Dies zeigt eine aktuelle Studie, die das Umfrageinstitut Statista in Zusammenarbeit mit der Agila Haustierversicherung durchgeführt hat.
Befragt wurden im Dezember 2025 insgesamt 2457 Haustierbesitzende, darunter 1222 Hunde- und 1235 Katzenhaltende, wie oft sie 2025 mit ihrem Tier in tierärztlicher Behandlung waren und wie viel Geld sie im Laufe des Jahres für diese Behandlungen ausgegeben haben. Die Ergebnisse sind für Deutschland repräsentativ und fallen, wenn man sie nach dem jeweiligen Haushaltsnettoeinkommen auffächert, sehr unterschiedlich aus.
Zusammenhang zwischen Einkommen und Häufigkeit
Während insgesamt betrachtet nur 9 Prozent der Tierhaltenden im Jahr 2025 gar nicht beim Tierarzt waren, trifft dies auf 18 Prozent derjenigen zu, deren monatliches Nettohaushaltseinkommen unter 1000 Euro lag. Insgesamt betrachtet haben 15 Prozent der Haltenden 2025 öfter als viermal tierärztliche Hilfe beansprucht. Bei den Geringverdienern waren es jedoch nur 9 Prozent, bei Menschen mit einem monatlichen Nettohaushaltsnettoeinkommen über 10.000 Euro hingegen 34 Prozent.
Zusammenhang zwischen Einkommen und Behandlungskosten
Ähnlich groß ist die Kluft bei den Ausgaben. Insgesamt betrachtet zahlten 10 Prozent der Haltenden 2025 mehr als 1000 Euro beim Tierarzt, 5 Prozent sogar mehr als 2000 Euro. Bei einem Einkommen von unter 1000 Euro zahlten nur 3 Prozent mehr als 1000 Euro und niemand mehr als 2000 Euro. Von den Haltenden mit einem Einkommen über 10.000 Euro zahlten jedoch 38 Prozent mehr als 1000 Euro und 24 Prozent mehr als 2000 Euro.
Dazu erklärt Thomas Vogel, Vorstandsvorsitzender der AGILA Haustierversicherung:
„Was wir bisher nur vermuten konnten, haben wir nun Schwarz auf Weiß: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Inanspruchnahme tierärztlicher Versorgung und dem Einkommen von Tierhaltenden. Wer mehr verdient, gibt mehr für die Behandlung des Haustiers aus. Menschen mit niedrigerem Einkommen nehmen seltener tierärztliche Leistungen in Anspruch, was sich gegebenenfalls negativ auf die Tiergesundheit auswirken kann. Tierversicherungen haben zum Ziel, finanzielle Planbarkeit herzustellen. So helfen sie dabei, diese Kluft zu verringern. Sie wirken risikoausgleichend und schaffen mehr Handlungsspielräume für Tierhaltende ebenso wie die Tierärztinnen und Tierärzte. Leider ist es naturgemäß so, dass 100 Prozent der Haustiere irgendwann tierärztlich versorgt werden müssen. Der Abschluss einer Versicherung ermöglicht es, mit Disziplin und einem vergleichsweise niedrigen kontinuierlichen Beitrag im Ernstfall auch hohe Behandlungssummen aufzubringen.“
Foto: © Fotolia_91548303_X

