Tierlexikon zu Hunden & Katzen

Hier findest Du alle wichtigen Themen rund um Hunde- und Katzenhaltung kurz und bündig erklärt.

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Sporthunde

Der Begriff Sporthunde wird vor allem im Englischen für die verschiedenen Jagdhunderassen verwendet. Sporthunde zeigen ein besonderes Talent für das gemeinsame Jagen mit ihrem Herrchen oder Frauchen und sind sowohl zu Land als auch zu Wasser aktiv. Sporthunde sind im Allgemeinen aktiv und aufmerksam. Sie eignen sich aufgrund ihres ausgeglichenen, liebenswerten Wesens häufig als Familienhunde.

Staupe bei Hunden

Die Staupe ist eine Viruserkrankung, die neben dem Hund auch bei anderen fleischfressenden Tieren auftreten kann. Sie wird von einem Virus hervorgerufen, das mit den menschlichen Masern verwandt ist. Durch die Impfung wurde die Ausbreitung in Deutschland weitestgehend verhindert, jedoch kommt die Krankheit manchmal bei importierten Hunden vor.

Sterilisation bei Hunden

Viele Hundehalter machen sich Gedanken über den Sinn einer Sterilisation für ihren Hund. Im Folgenden sollen wichtige Aspekte sowie Vor- und Nachteile verständlich gemacht werden. Zunächst ist es wichtig, den Unterschied zwischen einer Kastration und einer Sterilisation aufzuzeigen. Im Rahmen einer Sterilisation werden beim Rüden der Samenstrang und bei der Hündin die Eileiter durchtrennt. Im Gegensatz zu der aufwendigeren Kastration bleiben die Keimdrüsen, die für die Bildung von Sexualhormonen zuständig sind, erhalten.

Sterilisation bei Katzen: Was gilt es zu beachten?

Für eine aussagekräftige Erklärung ist es zunächst wichtig, den Unterschied zwischen einer Kastration und einer Sterilisation aufzuzeigen. Beide Methoden haben die Vermeidung von unerwünschtem Nachwuchs zum Ziel, sind aber in der grundsätzlichen Herangehensweise verschieden. Bei einer Kastration werden die Keimdrüsen Ihres Tieres entfernt. Die Keimdrüsen sind bei einem Kater die Hoden und bei einer Katze die Eierstöcke. In diesen Keimdrüsen werden Sexualhormone gebildet. Durch die vollständige Entfernung entfallen somit jeglicher Sexualtrieb und die Fruchtbarkeit Ihrer Katze. Im Rahmen einer Sterilisation wird lediglich die vollständige Unfruchtbarkeit erzielt, ohne dabei Einfluss auf den Sexualtrieb auszuüben.

Straßenhunde auf dem Balkan

Auf dem Balkan gibt es kein Gebiet, das nicht von einer hohen Dichte an Straßenhunden betroffen ist. Gerade Rumänien hat mit seinen Straßenhunden zu kämpfen, so gibt es alleine in der Hauptstadt Bukarest 65.000 herrenlose Hunde. Vor allem nach der kommunistischen Wende breitete sich die Problematik aus. So führte die fortschreitende Industrialisierung samt zäh verlaufender Modernisierung dazu, dass politisch keinerlei Augenmerk auf die steigende Population der Straßenhunde gelegt wurde. Selbiges gilt auch für Bulgarien, in welchem das Thema Tierschutz ohnehin noch sehr unterentwickelt ist und auch in Kroatien gibt es kein verabschiedetes Kastrationsgesetz.

Welche Gesetze gibt es?

Alle Länder auf der Balkaninsel haben miteinander gemeinsam, dass es ein Defizit in der politischen Handhabe mit Straßenhunden gibt, was sich vor allem an den verabschiedeten Gesetzen verdeutlichen lässt:

  • Serbien: 2009 Tierschutz verabschiedet, mit entsprechendem Artikel zu Straßenhunden; allerdings mieten städtische und kommunale Unternehmen lediglich Fang- und Tötungsstationen an.
  • Rumänien: Seit 2014 gibt es ein Euthanasiegesetz, wodurch Behörden offiziell Straßenhunde töten dürfen, wenn diese länger als zwei Wochen im Tierheim sind.
  • Bosnien: Seit dem Dezember 2013 gibt es wie in Rumänien ein Euthanasiegesetz zur Tötung von Straßenhunden nach 14-tägigem Tierheimaufenthalt.
  • Griechenland: Tierschutzgesetz existiert, hat jedoch Mängel, da jede Gemeinde offiziell ein Tierheim haben muss, es aber keine kontrollierte Umsetzung der Anforderungen gibt.

Wie wird es gehandhabt?

Schon anhand der Gesetze können Sie erkennen, dass es ein Problem mit der Handhabe von Straßenhunden gibt. Tierschutzvereine setzen sich für ein gemeingültiges Kastrationsgesetz ein, um das Ansteigen der Population zu verhindern, doch da die Regierungen der Balkanländer Gelder für das Fangen und Töten der Hunde verteilen, haben entsprechende Einrichtungen kein Interesse am Durchbringen eines solchen Gesetzes. Nicht selten können Sie im Zusammenhang hiermit von einer Straßenhunde-Mafia hören, welche billige Tötungsmethoden, wie Vergasung und Verbrennung bei lebendigem Leibe durchführen, um die Differenz der ausgezahlten Gelder einzubehalten.

Gibt es Pilotprojekte?

Diese Frage muss mit Nein beantwortet werden, wird ein Urteil in Bezug auf die Regierung gefällt. Gerade in Gebieten, wie dem Kosovo, das noch von Krieg gezeichnet ist, oder Ländern, wie Griechenland, stehen finanzielle Probleme im Vordergrund. Eine intensive Beschäftigung mit dem Thema der Straßenhunde erfolgt nicht, was die neu verabschiedeten Euthanasiegesetze zeigen. Anders sieht dies vonseiten der Tierschützer aus. Auch deutsche Organisationen setzen sich dafür ein, dass Straßenhunde zum Zwecke einer Kastration eingefangen werden, anschließend aber erholt wieder an angestammte Plätze zurückkehren können. Der rumänische Tierschutzbund FDPA führt als Erfolgsbeleg hier Kleinstädte, wie Oradea und Luguj auf, in welchen aus Tausenden Straßenhunden durch Kastration mit der Zeit wenige hundert Tiere geworden sind.

Straßenhunde in der Türkei

Alleine in Istanbul leben Zehntausende Hunde auf der Straße. Viele der Tiere wurden ausgesetzt und kämpfen ums nackte Überleben. Sie suchen verzweifelt nach Futter und leben in ständiger Gefahr, denn viele der Hunde werden getötet. Bewegen Sie sich abseits der Touristenpfade, werden Sie den Straßenhunden früher oder später begegnen.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie in der Türkei auf einen Straßenhund treffen?

  • Bedenken Sie, dass das Tier eventuell krank sein könnte und seien Sie dementsprechend vorsichtig.
  • Hunde, die lange Zeit auf der Straße gelebt haben, sind das Zusammenleben mit dem Menschen nicht (mehr) gewohnt. Seien Sie daher auf der Hut, wenn Sie mit einem solchen Tier Kontakt aufnehmen. Die Hunde kennen oft die menschliche Mimik und Gestik nicht und können sich dadurch schnell von Ihnen bedroht fühlen. Es kann sein, dass ein Tier in einer derartigen Situation zum Angriff übergeht!

Wer einen Straßenhund nach Deutschland mitnehmen möchte, muss einiges an Geld, Zeit und Nerven investieren.

Die korrekte Vorgehensweise, wenn Sie einen Hund importieren möchten:

  • Alle Tiere, die nach Deutschland eingeführt werden, müssen gegen Tollwut geimpft sein. Das Tier muss dazu mindestens drei Monate alt sein.
  • Einen Monat nach der Impfung müssen die Tollwut-Antikörper des Hundes in einem, von der EU zertifizierten, Labor bestimmt werden. Sie erhalten ein entsprechendes Zertifikat, das Sie benötigen, um den Hund nach Deutschland zu bringen.
  • Dem Hund muss ein Mikrochip eingepflanzt werden.
  • Die Nummer des Mikrochips sowie die Impfung werden vom Tierarzt in einen Tierpass eingetragen, mit dem das Tier nun eindeutig identifizierbar ist.
  • Drei Monate, nachdem das Zertifikat über die Tollwut-Antikörper ausgestellt wurde, darf der Hund nach Deutschland einreisen. Dazu benötigen Sie das Zertifikat und den Tierpass. Zuvor muss der Hund noch der Veterinärbehörde in Antalya vorgestellt werden. Auch hier erhalten Sie ein Zertifikat, das auf Verlangen beim Check-in am Flughafen vorzulegen ist.
  • Weitere Impfungen und eine Wurmkur sind sinnvoll, damit der Hund keine Krankheiten nach Deutschland einschleppt. Alternativ muss der Hund nach seiner Einreise einige Zeit in Quarantäne verbringen.

Haben Sie keine Möglichkeit, eines der Tiere bei sich aufzunehmen und wollen dennoch helfen, können Sie an Tierschutzorganisationen spenden, die in der Türkei Tierheime aufbauen bzw. unterstützen, um Straßenhunde aufzunehmen und sie zu schützen.

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