Was tun bei Angst vorm Herrchen?

  
Odin2021 schrieb am 20.05.2021   
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Hallo liebe Hundetrainer,
wir (Familie, Kinder 5 und 8) haben seit zwei Monaten einen mittlerweile 8 Monate alten Mischlingsrüden aus dem Tierschutz. Am Anfang war der Tumult mit den Kindern viel für ihn, so dass er auch mal durch Knurren warnte und wirklich abgeschirmt werden musste - mittlerweile sind er (und vor allem die Kinder) viel entspannter. Ich bin seine Bezugsperson und die Einzige, auf die er fixiert ist. Vor meinem Mann duckt er sich weg, hat Angst, lässt sich nicht anfassen, geschweige denn Anleinen. Als die beiden mal alleine waren, wäre er fast ausgebüxt. Mein Mann darf ihn streicheln - wenn ich dabei bin und er eine Leberwursttube beschlecken kann. Das war es dann aber auch. Jetzt fing der Hund auch ab und an ihn anzuknurren/bellen, wenn mein Mann in den Hauptraum (den Raum in dem der Hund sich hauptsächlich aufhält) rein kommt. Eifersucht? Ich schicke ihn dann ruhig in seine Ecke. Mein Mann wird immer genervter. Füttern übernehmen wir alle vier - er kommt aber oft erst zum Napf, wenn wir alle am Tisch sitzen und auch essen.


Sonst ist es ein toller - immer weniger ängstlicher - Hund. Ich würde mich wirklich sehr über Tipps freuen, damit sich das Verhalten nicht noch verstärkt... Schöne Grüße Ina

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 20.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo Ina, danke für Ihre eMail. Hunde aus dem Tierschutz haben oftmals Angst vor Männern, da sie mit Männern unangenehme Dinge verknüpfen. Ihr Mann sollte ihn erst einmal ignorieren, bis Ihr Hund von selbst Kontakt aufnimmt. Er kann ohne ihn anzusprechen oder anzuschauen mal an seinem Platz vorbeigehen und Futter fallen lassen, so daß Ihr Hund merkt, es passiert ihm nichts. Das mit der Leberwursttube und streicheln lassen ist gut. Ist sollten Sie auch auf andere Abläufe übertragen, z.B. beim Anleinen. Ihr Hund sollte ein Sicherheitsgeschirr tragen, damit er nicht weglaufen kann, Ihr Mann sollte sich nicht frontal nähern und auch nicht über den Hund beugen. Alle Aktionen sollten seitlich geschehen, damit der Hund sich nicht bedroht fühlt. Ich denke, er wird mit der Zeit merken, daß Ihr Mann keine Bedrohung bedeutet. Sie und auch Ihr Mann sollten Geduld haben. 2 Monate sind ja noch keine lange Zeit. Nehmen Sie die Drohungen Ihres Hundes wahr und ernst und arbeiten Sie langsam und geduldig an dem Problem.

    Viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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