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  Brandenburg
Winny2016 schrieb am 03.03.2016   Brandenburg
Angaben zum Hund: Jackraasel -chihahuha , männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Hallo .
Ich habe ein Problem mit meinen Welpen . Er ist 14 Wochen jung und knurrt seid kurzen meine Freunde und fremde Leute an wo er dann schwanz einzieht und nur noch weg will. Heute beim Tierarzt war es so schlimm das er beißen wollte . Was kann ich tun

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 03.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, geben sie ihrem Hund Sicherheit. Er hat in irgendeiner Situation eine schlechte Erfahrung gemacht. Für sie selber war die Situation wahrscheinlich gar nichts besonderes. Für ihren Hund schon. Nun testet er verschiedene Möglichkeiten, der Situation auszuweichen. Er knurrt und zwickt. Damit hat er jetzt Erfolg.
    Begegnungen mit Menschen sind für ihn momentan Stress. Drängen sie ihn bitte nicht in Situationen, die er nicht möchte. Locken sie ihn vielmehr.
    Üben sie bitte Besucher zu empfangen und vor allem dem Hund zu vermitteln: Besuch ist für dich toll. Du mußt!!! aber nichts mit ihm zu tun haben, wenn du nicht möchtest.
    Wenn nun Besuch kommt, bringen sie den Hund auf seinen Liegeplatz, belohnen sie ihn dort mit etwas tollem. Der Besuch ignoriert ihn. Nehmen sie den Stress aus der Situatoin.
    Ihr Hund soll erst einmal lernen, dass Besuch etwas tolles ist, aber er sich nicht anfassen lassen muß, wenn er nicht möchte. Denn leider hat er schon verknüpft: Besuch = blöd, weil Stress.
    Wenn er leise ist, darf er seinen Liegeplatz verlassen ( auf ihr Kommando hin) und Kontakt zum Besuch aufnehmen, wenn er denn möchte. Der Besuch darf ihm ein Leckerli geben, aber ihn bitte nicht anfassen. Nur wenn der Hund von sich aus Kontakt aufnimmt, darf er ihn mal kurz berühren. Bitte nicht am Kopf. Dies ist Überlebensinstinkt, denn der Kopf ist ein wichtiger schützenswerter Körperteil. Nicht jeder Hund ist ein Schmuser und Kuschler, akzeptieren sie es.
    Benutzen sie für das Training eine Hausleine. Damit haben sie den Hund auch auf Distanz unter Kontrolle, können auf ihn einwirken ohne dass er sie entweder zwickt oder ein Meideverhalten ihnen gegenüber entwickelt. Die Hausleine können sie auch am Liegeplatz festmachen, damit der Hund dort nicht wegläuft, bis sie es ihm erlauben.
    Wenn es machbar ist, gehen sie mit ihrem Hund ab jetzt öfter mal beim TA vorbei. Einfach nur um sich ein paar leckerlis abzuholen. Nichts weiter.
    Ich würde ihnen weiterhin empfehlen sich an eine Hundeschule zu wenden, wo ihr Hund lernt, dass andere Menschen keine Bedrohung für sie sind.
    Anfangs werden sie mit ihm kein großartiges Training machen können, er soll nur lernen, dass auf eine bestimmte Distanz Menschen okay sind. Diese Distanz wid nach und nach verkürzt, dann darf er mit einem, zwei, drei Hunden gemeinsam trainieren, später in einer kleinen Gruppe, irgendwann wechseln auch die Hunde/Menschen. Er soll lernen, dass er ihnen vertrauen kann und andere Menschen auch ihren Weg kreuzen dürfen. Das ist meines Erachtens das wichtigste Trainingsziel - der Hund muß Vertrauen in ihre Führungsqualitäten aufbauen.
    Wenn sie noch weitere Fragen haben finden sie ebenfalls Hilfe bei einem auf Verhaltensberatung spezialisierten Hundetrainer. Adressen finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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