Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Angst im Dunkeln

  Bayern
Schnapi schrieb am 02.01.2016   Bayern
Angaben zum Hund: Mischlinge ab 45 cm, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Seit Silvester will unser Samba nicht mehr im Dunkeln raus.Nur mit Müh schaffen wir es.Er macht nur ein kleines Geschäft und ansonsten will er sich unter irgendein Auto verkriechen oder nicht weitergehn. Vor Silvester keinerlei Probleme.
Es war sein erstes Silvester bei uns.Wir sind extra nicht beim Knallen raus,sondern sehr viel später.
Gibt sich das wieder von allein oder was können wir unternehmen?

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 02.01.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, wahrscheinlich hat es doch noch irgendwo geknalt und er hat sich erschrocken.
    im Internet finden sie etliche Möglichkeiten, wo sie unterschiedliche Geräusche downloaden können. Diese können sie GANZ LEISE!!!! als Dauerschleife z.B. beim Frühstück oder anderen Situationen in denen alle entspannt sind, laufen lassen. Bitte beachten, für sie sollte es kaum hörbar sein, Hunde ein haben ein sehr viel besseres Gehör als wir Menschen! In dem Raum, in dem sie diese Geräusche abspielen, können sie auch noch einen Adaptilzerstäuber aufstellen. Adaptil imitiert ein beruhigendes Pheromon der Mutterhündin.
    Bleiben sie ruhig, bedauern sie ihn nicht wenn er sich erschrickt, seien sie einfach nur da.
    Bevor sie Gassi gehen, können sie auch versuchen ihm Adaptiltabletten, Bachblüten rescue Tropfen oder Vetplus calmex rechtzeitig vorher zu verabreichen. Dies reduziert das Stresslevel und ihr Hund kann sich innerlich entspannter der "bedrohlichen" Umwelt stellen. Nur wenn er entspannter ist, kann er dies verarbeiten und irgendwann als "nicht bedrohlich" abhaken.
    Vielleicht gelingt es ihnen, ihn irgendwann mit etwas sehr leckerem zu "ködern", so dass er seine Unsicherheit/Angst "wegfressen" kann.
    Alles in allem werden sie sehr viel Geduld benötigen und müssen auch immer wieder mit Rückschlägen rechnen. Auch bei einem anfänglichen Erfolg kann sich sein Angstverhalten im Alter wieder verstärkt zeigen.
    Ich würde ihnen trotz allem noch empfehlen, sich an einen erfahrenen Hundetrainer zu wenden.
    Möglicherweise könnten sie auch noch andere Dinge versuchen (Alternativverhalten, Entspannungstraining etc.) dieses kann man aber nur vor Ort beurteilen, je nach den gegebenen Möglichkeiten.
    Adressen von Hundetrainern finden Sie z.B auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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