Wie kann ich Angsthund helfen?

  
sonja_pfeil schrieb am 26.03.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Mein 1 Jahr alter Chi hat Angst vor großen Hunden.. er bellt wie verrückt und möchte nur noch sofort flüchten. Selbst wenn er von der Leine ist. Auch vor Männern hat er große Angst. Niemand darf ihn ansprechen. Selbst im Haus verfällt er in Panik und zittert, wenn Besuch da ist.


Hatte letztes Jahr einen Tiertrainer hier im Haus, der ihn komplett nass gemacht hat, um ihm das Bellen abzugewöhnen. Seitdem hat er unheimliche Angst vor Besuch und Männern. Was kann man machen?

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 28.03.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    auweia, was es alles gibt...
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen und an Ihrer zum Ereignis abgewandten Seite.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine bellt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder zu fliehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klarzukommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund nicht an und Sie vermeiden es, dass ein Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
    Drinnen:
    Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine, sowie man ein Kind an die Hand nimmt, um es zu beschützen. Niemand fasst oder sieht den Hund an, Sie beschützen ihn mit ihrem Körper - gelassen und sicher, langsam und nachvollziehbar für den Hund. Wenn Ihr Hund gelernt hat, dass Sie ihn in jeder Lage beschützen können, wird er Ihnen immer mehr vertrauen und sich an Ihnen orientieren.
    Schauen Sie auch unter meiner Homepage www.hundimedia.de, da gibt es viele Artikel, die Ihnen weiterhelfen können.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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