Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein Hund mag keine Rüden

  Nordrhein-Westfalen
Lilly1306 schrieb am 01.01.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Bernersennen-Schäferhund-Mix, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Mein Hund ist anderen Rüden gegenüber teilweise sehr Agressiv.Er rastet total aus wenn uns ein anderer Rüde entgegen kommt so das ich ihn kaum noch halten kann.Er ist nicht Kastriert hat aber einen Hormon Chip.Wäre dieses Problem nicht wäre alles total super und entspannt. ANSONSTEN IST ER EIN SEHR LIEBER UND BRAVER HUND.ER MACHT DAS AUCH NUR WENN ER MIT MIR GASSI GEHT,BEI MEINEM PARTNER FLIPPT ER NICHT SO AUS...HABEN SIE EINEN RAT...?Vielen Dank im voraus.

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Antworten(4)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 02.01.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Hallo, die Frage ist, warum tickt er aus?
    Möchte er Kontakt aufnehmen und ist sauer, weil er es nicht darf? Will er sie verteidigen?
    Was würde er machen, wenn er zu dem anderen Hund hinkann? Pöbeln, sich lieber doch verkriechen, spielen? Ich würde ihnen empfehlen erst einmal genau zu beobachten, WAS der Auslöser für sein Verhalten ist.
    Wenn sie genau herausgefunden haben, WARUM er dieses Verhalten zeigt, kann man daran arbeiten ihm ein Alternativverhalten anzutrainieren, welches er dann bei Hundebegegnungen zeigen kann.
    Agieren sie bei Hundebegegnungen und reagieren sie bitte nicht erst, wenn ihr Hund aktiv geworden ist. Üben sie die Begegnung mit anderen Hunden. Wenn sie nun andere Hunde treffen, versuchen sie ihren Hund mit einem Spiel/besonders gutem Leckerli abzulenken.
    Belohnen sie den Hund nur, wenn er leise ist. Dies kann Leckerchen/Spiel oder einfach nur viele Streicheleinheiten sein, je nachdem was ihm am besten gefällt.
    Bellt er, hat er Pech und sie erhöhen beim nächsten Treffen die Distanz zum anderen Hund. Bleibt er leise und orientiert sich an ihnen, können sie schrittwiese die Distanz verringern.
    Für ihren Hund soll es ein Ritual werden. Er soll lernen: andere Hunde sind okay, ich brauche nicht zu bellen, sondern bekomme immer etwas tolles, wenn ich sie ignoriere und statt dessen Frauchen anschaue.
    Nehmen sie sich viel Zeit und überfordern sie ihn nicht. Übernehmen sie bitte mehr die Führung. Damit sind sie der souveräne Rudelführer auf den er sich verlassen kann. Dann kann und wird sich ihr Hund auch bei Hundebegegnungen entspannen.
    Ich würde ihnen weiterhin empfehlen sich an eine Hundeschule zu wenden, wo ihr Hund lernt, dass andere Hunde keine Bedrohung für ihn sind.
    Anfangs werden sie mit ihm kein großartiges Training machen können, er soll nur lernen, dass auf eine bestimmte Distanz Hunde okay sind. Diese Distanz wird nach und nach verkürzt, dann darf er mit einem, zwei, drei Hunden gemeinsam trainieren, später in einer kleinen Gruppe, irgendwann wechseln auch die Hunde.
    Er soll und muß nicht mit anderen Hunden spielen. Sozialpartner für ihren Hund sind sie. Er soll aber lernen, dass er ihnen vertrauen kann und andere Hunde auch ihren Weg kreuzen dürfen. Das ist meines Erachtens das Wichtigste Trainingsziel - der Hund muß Vertrauen in ihre Führungsqualitäten aufbauen.
    Es wird ein langer Weg, der von ihnen viel Geduld erfordert und vor allem ein einfühlsames Training, welches den Hund nicht überfordert.
    Aber sie können das Problem lösen.
    Adressen für Hundetrainer finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

  • muck
    muck
    schrieb am 03.02.2016



    Wir haben auch das Problem mit der Pöbelei bei großen Hunden.
    Anfangs haben wir das gut weg bekommen indem wir den Tipp eines Trainers (mit der
    Wasserflasche zu spritzen) befolgt haben.
    Dann hatten wir ein erschreckendes Erlebnis wo ein Schäferhund aus einem Grundstück gelaufen
    kam und sich auf meinen Hund stürzte.
    Durch entgegen gesetztes, strammes Weggehen kamen wir gut aus der Situation, aber es war ein Höllenschreck.
    Seitdem pöbelt Leo wieder größere Hunde an.
    Wir gehen einen Bogen, ich gucke die anderen Hunde nicht an und dennoch pöbelt Leo, sogar wenn
    der Hund auf der anderen Straßenseite geht - oder ich den anderen Hund nicht mal bemerke.
    Nur wenn ich es rechtzeitig schaffe sehr quietschig "gucke mal hier!" zu sagen und ihm ein Leckerli vor die Nase zu halten, dann bleibt er ruhig. Dann lobe ich ganz doll.

    Treffen wir aber andere Hunde auf einem Waldweg wo wir nicht ausweichen können, dann geht Leo sofort an der Leine hoch und gebärdet sich wild.
    Jegliche Leckerliablenkung hat keine Chance.
    Normales Weitergehen/Ignorieren ist nicht möglich - da mich Leo dann umreißt.
    So muss ich ins Halsband fassen und Stehenbleiben. Ich schirme ihn vom anderen Hund mit meinem Körper ab, aber er strampelt und versucht an mir vorbei zu pöbeln.
    Manchmal gehe ich dann ein Stück den Berg hoch, aber manchmal ist das auch gefährlich weil er mich dann runterreißen kann.

    Lasse ich Leo zu dem anderen Hund hin hört das Pöbeln auf und er schnuppert und macht Spielaufforderungen. Natürlich je nach dem wie der andere Hund drauf ist.
    Aber ich kann ja Leo nicht zu jedem hinlassen - das ist ja ein Höllenschreck für andere Hundebesitzer wenn so ein großer schwarzer Rüde massiv lospöbelt und ich lasse ihn dann lang an der Leine zum anderen Hund hin. Mir würde das nicht gefallen.


    Das ist immer peinlich. Ich würde es gern haben dass er andere Hunde einfach ignoriert.

    Liebe Grüße
    Der Muck mit Leo

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 04.02.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Muck, es gibt wie immer viele Wege die man versuchen kann.
    Wenn ich dem Hund bei Hundebegnungen Stress mache durch etwas für ihn unangenehmes, kann er verknüpfen: anderer Hund boah Stress von vorne und hinten (Herrchen). Um diesen Vertrauensverlust am Ende wieder aufzuholen, benötigt man viel Geduld. Das das gezeigte Verhalten mit ihnen als Person zusammenhängt, erkennt man an der Reaktion des Hundes im Freilauf bei Hundebegnungen.
    Manchmal sind kleine Fehler beim Training Ursache für ausbleibende Erfolge.
    Wenn man dem Hund das Leckerli vor die Nase hält, hat er die Möglichkeit zu wählen. Bellen oder fressen. Am besten beides - erst bellen dann schnell fressen.
    Beim Einsatz von Leckerchen als Belohnung achten Sie auf den korrekten Einsatz.
    Situation ist dann wie folgt: fremder Hund kommt, ihr Hund bekommt ein (vorher gut auftrainiertes Signal z.B. Schau mich an) erst wenn er schaut und der Hund vorbei ist, bekommt er das Leckerli. Bellt er hat er Pech. So kann er nicht wählen, sondern wird nur für das korrekte Verhalten belohnt.
    Wenn sie den Hund nicht handeln können, wäre zu prüfen ob z.B. ein Halti ihnen die ersten Trainingsschritte erleichtern kann.
    Vielleicht finden sie in ihrer Nähe eine Hundeschule, wo sie die ersten Hundebegnungen unter Anleitung trainieren können Adressen finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter
    http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

  • muck
    muck
    schrieb am 04.02.2016

    Danke. Beim Freilauf hätten wir kein Pöbel-Problem - nur das, dass er hinlaufen würde.
    Wir haben geübt dass er erst Futter kriegt wenn er mich anguckt. Das klappt.
    Bei manchen Hunden guckt er aber einfach nicht, da ist ihm der andere Hund wichtiger.
    Golden Retr., Schäferhund etc., kommt aber ein kleiner Hund Jack Russel oder Westi - dann klappt es perfekt. Gucke mal hier!! = angucken = Leckerli und alles ist gut.
    Hundeschule... Ich habe inzwischen 15 Einzelstunden genommen und bin erstmal pleite.
    Ein Herdenschutzhund ist halt nicht soo einfach - obwohl ich Glück habe, weil er echt ein lieber Kerl ist. Aber WANN er aufmerksam ist entscheidet halt ER.

    LG Muck

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