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Meine Hündin kann nicht allein bleiben

  Niedersachsen
Diana92 schrieb am 27.07.2016   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Yorkshire terrier, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo :) ich habe eine 3 Jahre alte yorkiedame, die bisher ihr Zuhause mit einem anderen yorkshire geteilt hat. Meistens waren auch ich selbst oder meine Mutter zu hause. Sie waren also nie länger als 5-6 std alleine und es funktionierte gut. Jetzt bin ich ausgezogen und wollte sie mitnehmen. Den ersten Fehler habe ich gemacht als ich sie die neue Wohnung alleine hab erkunden lassen. Aber allein bleiben kann sie dort gar nicht. Sobald die Tür zu geht beginnt sie zu jaulen. Richtig Abstand kann sie auch nicht zu mir aufbauen, läuft mir überall hin nach. Ich war damals mit ihr in einer welpenschule, wo sie von 9 größeren Welpen überrannt wurde bis sie um sich gebissen hat und mir wurde damals gesagt ich dürfe nicht eingreifen sondern müsse sie mit 10 Wochen alleine machen lassen und meine Beine geschlossen halten.. Mir wurde nun gesagt, das war damals ein Fehler durch das sie kein Vertrauen mehr zu mir hat und das Problem läge daran? Auch beim spazieren bellt sie andere Hunde weg und auch Kinder dürfen ihr nicht zu nahe kommen.. Solange fremde Menschen sie nicht beachten und uns nicht zu nahe kommen ist sie aber ruhig. Ich bin nun verzweifelt da ich in einem Block wohne wo ich sie nicht einfach jaulen lassen kann.. Loben kann ich sie auch nicht für ein paar Sekunden alleine sein weil sie selbst diese nicht ohne zu heulen durchhält. Ich hätte sie so gerne bei mir, aber weil ich auch vollzeit arbeite und so nur einen Tag die Woche für das Training habe und nicht weiß wo ich am besten anfangen kann brauche ich dringend hilfreiche Tipps. Es wäre super wenn sie mir da helfen können. Lieben Dank.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 28.07.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo Diana,
    in vielen Hundeschule passiert es in der Welpenschule, dass große und kleine Hunde zusammenkommen und die Kleinen über den Haufen gerannt werden. Die haben dann ein Leben lang Angst vor großen Hunden, was ja auch verständlich ist.
    Ich denke aber nicht, dass das das Hauptproblem ist. Es fehlt der Kleinen an Führung, weshalb sie diese selbst übernommen hat, was aber, gerade für einen ängstliche Hund, fatal ist.
    Fangen Sie deshalb draußen an, die Kleine zu führen und im Haus geben Sie ihr Regeln und Grenzen wie z. B., dass sie nicht auf Sofa oder Bett darf ohne Ihre ausdrückliche Erlaubnis, also, wenn Sie sie rufen.
    Wenn sie etwas fordert wir streicheln, spielen u.s.w, ignorieren Sie es. SIE bestimmen, nicht der Hund.
    Draußen führen Sie die Kleine d. h. NIE dem Hund folgen, wenn sie zieht, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn sie einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn sie versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Sie gehen draußen vor, die Hündin läuft an lockerer Leine neben Ihnen. Dann führen Sie und die Hündin muss weder sich noch Sie verteidigen.
    Wenn die Kleine Ihnen zuhause überallhin folgt, fangen Sie da mit dem Training an. Üben Sie mit ihr das alleine bleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte den Hund dabei nicht beachten, einfach rausgehen und rein kommen. Die Kleine soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen langweilig finden, erst dann kann sie entspannen. Wenn Sie merken, dass sie entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn sie sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt der Hund, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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